Alleinlassen
Methoden, die Eurem Hund das Alleinbleiben erleichtern können:
Die 1. Phase, einen Hund an das Alleinbleiben zu gewöhnen ist das kurzfristige Entfernen aus der Wohung / aus dem Haus. Fangt mit wenigen Minuten an und steigert allmählich die Zeitspannen.
Verlängert nicht nur die Zeiträume, sondern variiert:
2. Phase: mal 15 Min, dann 30 Min., dann wieder nur 10 Min. usw.
Weder beim Verlassen, noch beim Wiederkommen sollte ein großes Aufheben um den Hund gemacht werden. Je überschwenglicher der Abschied oder die Begrüßung ausfällt, desto schmerzlicher wird Dich Dein Hund vermissen oder desto schlimmer ist es, alleine zu sein.
Wenn Du einen Hund ins Haus nimmst, der das Alleinsein noch nicht gewöhnt ist, dann musst Du Dir in den ersten Wochen die Zeit für den Hund nehmen. Du kannst ihn nicht von heute auf morgen alleine lassen, weil Du einen Stadt- bummel oder Museumsbesuch machen möchtest.
Wenn Du aus dem Haus gehst, dann gib Deinem Hund einen weichen, kuscheligen Gegenstand, der stark nach Dir riecht: ein Kleidungsstück, ein Kissen o.ä. - so hat er beim Alleinsein trotzdem noch etwas von Dir bei sich. Benutze beim Weggehen ein "Kommando", das Du sonst nie aber wirklich niemals benutzt. So weiss der Hund, was auf ihn zukommt.
Die schlimmste Phase des Alleinbleibens ist die erste halbe Stunde. Danach bauen sich die Stresshormone allmählich wieder ab.
Wenn jedoch Menschen oder Autos am Fenster vorbeikommen, die Dein Hund mit Dir in Verbindung bringt, dann schraubt sich der Stress erneut wieder hoch. Der Hund kommt dann in einen Teufelskreis, aus dem er den Stress nicht abbauen kann.
Vermeide deshalb, dass Dein Hund seinen Liegeplatz vor einem Fenster hat, aus dem er das Umfeld draussen zu sehr beobachten kann und von dem aus er immer wieder Bewegungen mit Deiner Rückkehr in Verbindung bringen kann.
quelle: tierarzt-raab.de


