Mit dem Hund auf Reisen
Den Impfschutz gegen Staupe, Leberentzündung, Leptospirose und Parvovirose lässt man beim Hund am besten erneuern, wenn die fälligen Impftermine in unmittelbarer Nähe gerückt sind. Wichtig ist, daß der Impfpaß des Tieres vollständig ausgefüllt und griffbereit im Handgepäck verstaut ist.
Bitte bedenken Sie vor Antritt einer Urlaubsreise in südliche Urlaubsländer, dass vor allem hier erhöhte Ansteckungsgefahr besteht, besonders, wenn Ihr Tier mit wild lebenden Hunden und Katzen zusammentrifft. Es kann sich mit Krankheiten infizieren, die in Deutschland zum Teil noch nicht vorkommen. Diese werden durch Zecken (z.B. Borreliose, Babesiose) oder Stechmücken (Leishmaniose, Herzwurm) übertragen. Auf die Liste der Prophylaxe-Maßnahmen gehört deshalb unbedingt ein ausreichender Rundum-Schutz (Halsband oder Spot-on) gegen Zecken, Flöhe und Stechmücken.
Denken Sie auch daran, dass für die meisten Tiere eine Futterumstellung ein zusätzlicher Stressfaktor ist. Nehmen Sie deshalb ausreichend Futter von zu Hause mit. Müssen Sie dennoch am Urlaubsort eine Futterumstellung durchführen, machen Sie das schrittweise. Mischen Sie allmählich größer werdende Portionen des neuen Futters unter das gewohnte. Bei einem Aufenthalt in einem warmen Land ist der Appetit Ihres Vierbeiners oft vermindert. Dies ist allerdings kein Grund zur Sorge, solange Ihr Tier dabei nicht deutlich an Gewicht verliert. Wenn Ihr Tier Futter übrig lässt, sollten Sie dieses aber nicht noch einmal anbieten, denn es kann in der Hitze leicht verderben.
Eine kleine Reiseapotheke, die von Ihrem Tierarzt zusammengestellt wird, kann sich auf der Reise als sehr nützlich erweisen. Kleinere Hautwunden, die man normalerweise nicht behandeln würde, können in südlichen Ländern gefährlich werden. Dort kann es passieren, dass Fliegen ihre Eier in die Wunde legen und so Heilungsstörungen auftreten.
Was gehört in die Reiseapotheke ?
- Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Reisekrankheit)
- Augensalbe
- Ohrenreiniger
- Durchfallmittel
- Mittel zur Wundbehandlung
- Pinzette (z.B. zum Entfernen von Dornen)
- Mittel gegen Flöhe und Zecken
- Medikamente die das Tier sonst regelmäßig braucht
- elektronische Kennzeichnung mit einem Mikrochip
- Internationaler Impfpass mit gültiger Tollwutimpfung sowie Impfungen und Bescheinigungeng
- elektronische Kennzeichnung mit einem Mikrochip
- Registrierung bei Tasso und Ifta
- Adressanhänger
- Frisches Wasser (Kanister oder Thermoskanne)
- Dosen- oder Trockenfutter, Dosenöffner
- Halsband , Leine, evtl. Maulkorb
- Halsband mit Heimat- und Urlaubsadresse
- Schaufel und Plastiktüte (zur Kotentfernung)
- Decke oder Körbchen/ Transportbox
- Papiertücher
- Kamm und Bürste
- Spielzeug / Apportierholz
- Reisetrink- und Fressnapf
- Reiseapotheke
Sie sollten Sie Ihr Tier grundsätzlich nie im geparkten Auto zurücklassen, auch nicht für kurze Zeit. Denn selbst wenn Sie das Fenster einen Spalt offen lassen, ist das bei hochsommerlichen Temperaturen keine ausreichende Belüftung.
Während der Fahrt solten Sie darauf achten, dass Ihr Tier keien Zug bekommt. Augenentzündungen können sonst die Folge sein.
Legen Sie regelmäßige Pausen ein, damit sich Ihr Tier bewegen kann, und bieten Sie zusätzlich immer Trinkwasser an. Bei kürzeren Fahrten sollte erst am Ankunftsort gefüttert werden (Reisekrankheit), bei längeren Fahrten kleine Portionen zwischendurch füttern. Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen! Meist verbrennt der Nasenspiegel, vor allem, wenn er helle, unpigmentierte Stellen hat. Cremen Sie diese Stellen gut mit einer wasserfesten Sonnencreme ein. Hunde mit weißem, kurzem Fell und wenig Unterwolle, sollten sich möglichst nur im Schatten aufhalten, denn bei ihnen ist die Gefahr des Sonnenbrandes besonders hoch. Lassen Sie Ihr Tier nach einer Auslandsreise von Ihrem Tierarzt untersuchen, um sicher zu gehen, dass es keine Krankheiten aus dem Ausland mitgebracht hat.
Reise-Checkliste für den Hund :
Der geplante Urlaub sollte auch Anlass sein, das Tier kennzeichnen und registrieren zu lassen. Hierfür gibt es inzwischen ein absolut sicheres elektronisches Markierungssystem. Dem Tier wird vom Tierarzt ein Microchip eingesetzt.
quelle: tierarzt-raab.de


