Wie Hunde denken
Haben Sie je Bekanntschaft gemacht mit einem Programm oder einer Trainingsmethode ausgerichtet auf das lösen von Verhaltensproblemen bei Hunden, basierend darauf wie schlau Hunde wirklich sind und wie sie denken? Zufolge der meisten Trainingsprogramme, Erziehungsmethoden und Handbücher müssen Sie, als Hundehalter, wörtlich Ihrem Hund den Krieg erklären. Es wird sich meistens keine oder sehr wenig Mühe gemacht um stillzustehen bei den Gedanken über den Hund oder über sich selbst nachzudenken. Stärker noch: es wird davon ausgegangen das ein Hund überhaupt nicht nachdenkt. Sei es dadurch dass sie nur als Roboter auf externe Stimulansen reagieren können, sei es dadurch das sie nur Reaktionen zeigen können die angetrieben werden durch ein vorprogrammiertes, genetisch bestimmtes Verhaltensmuster.
Es geschieht selten das einem Hund das Vermögen zugeschrieben wird um auf gedankliche Weise ein Problem zu lösen; um eine Situation zu analysieren; Manieren zu bedenken um eine Situation zu manipulieren oder kontrollieren, und um hier aktiv darauf zu agieren als Folge eines vorweg bedachten Planes. Kurzum: der Hund wird im Allgemeinen als dumm angesehen. Aber dieser Begriff ist nicht korrekt: Hunde sind äußerst schlau.
Nonverbales Denken, Begreifen
Wir fragen uns alle zwischendurch mal ab was unser Hund denkt. Um die Zeit um die Ihr Hund immer zu essen kriegt, haben Sie Ihren Hund vielleicht schon mal erwartungsvoll nach Ihnen schauend gesehen. Und Sie haben dann vielleicht mal folgendes im Stillen gesagt: "meiner Ansicht nach fragt Bello sich ab wann sein essen nun endlich fertig ist." Aber wahrscheinlich hat Bello keinen anderen Gedanken als "wann ist mein essen fertig." Es ist wahrscheinlicher das Bello sich aufgrund der Bewegungen und Handlungen die Sie als Halter immer machen und ausführen, die Worte die Sie immer sprechen bevor Sie sein Essen fertig machen, vorstellt (oder in seinen Kopf vor sich sieht). Also so etwas wie: " kommst du essen, Bello?" Sein wedelnder Schwanz und seine flehenden Augen sind bestimmt um Sie zu stimulieren dieses auch zu tun. Die Unfähigkeit um Gedanken in gesprochene Wörter um zu setzen macht einen Hund nicht automatisch unintelligent. Selbst Menschen denken meistens nicht in gesprochener Sprache, es sei denn das Sie aktiv am reden sind. Zum Beispiel: Sie verbleiben für einen kurzen Urlaub in Japan. Sie sprechen die Sprache nicht, aber während Ihres Aufenthaltes schnappen Sie wahrscheinlich ein paar Wörter japanisch auf. Wenn Sie mehrere Male mitbekommen haben dass die örtliche Bevölkerung Sie morgens begrüßt mit: "Ohio" dann wissen Sie irgendwann zu einem gegebenen Moment dass sie nicht die Frage gestellt bekommen „wie geht es Ihnen?“ sondern das man Ihnen einen "guten Morgen" wünscht. Dadurch werden Sie nicht japanisch denken. Es sei denn, dass Sie eine Anzahl von Monaten da gewohnt haben und in der Zwischenzeit oft geübt haben. Aber ein Hund der in Japan als Haustier gehalten wird, wird nie lernen japanisch zu reden oder zu denken weil sein Sprachzentrum, Zunge und Lippen schlichtweg nicht imstande sind um die japanischen Wörter hervorzubringen oder englische Wörter oder französische Wörter, usw. usw. Das Vermögen von Hunden eine Sprache zu lernen ist begrenzt auch der Klang von bestimmten Wörtern. Glücklicherweise sind Hunde im Stande um die Wichtigkeit der Klänge für sie schnell zu lernen. Dies sollten wir nicht vergessen: wenn Bello uns auf seine Art anspornt ihm sein essen zu zubereiten, können wir eventuelle Ideen über komplette Sätze die jetzt in seinem Kopf geformt werden, besser verstehen. Wir können diese Ideen besser ersetzen durch das nicht sprach gebundene Konzept von Bildern in seinen Kopf. Um dies zu illustrieren: die meisten "Bello´s" werden tatsächlich von Ihnen aus zu der Stelle sehen wo ihr essen stets serviert wird (meistens in der Küche) wenn sie um essen "fragen."
Beweisen von Bildsprache
Es bestehen überzeugende Untersuchungsresultate in denen suggeriert wird das Hunde durch sinnliche eindrücke denken, in Bildern, Geräuschen, Duft, usw.. Dies will nicht sagen das Hunde an ruhigen Tagen herumhängen während sich in ihrem Kopf komplette Videos abspielen. Doch ist es wahrscheinlich dass sie das Vermögen haben um bestimmte Bilder, Düfte und Geräusche in ihrem Kopf zu formen und diese Erfahrung mit dem Menschen teilen. Die wissenschaftliche Basis für diese Idee kommt aus Russland und wurde 1973 publiziert in den Vereinigten Staaten. Rusinov, ein Wissenschaftler der die Elektrophysiologie vom Hirn studierte, maß mittels EEG und Rundfunksender die Gehirnströme von verschiedenen Hunden. Damals als die Hunde aus ihrem Zwinger für experimentelles Konditionstraining in das Labor gebracht wurden, wurde das EEG (E.E.G.) angesetzt um ungefähre Gehirnströme vom Hund zu messen. Dies wurde fünf Tage per Woche getan, jeden Tag zur gleichen Zeit. Als Rusinov einmal während eines Wochenendes eine Gruppe Besucher mitbrachte zum Labor, schaltete er versehentlich das E.E.G. Gerät an. Lo, der Hund der normalerweise in der Woche zu dieser Zeit den Test durchläuft, zeigte einen Gehirnschlag der beinah gleich dem Schlag war den er hat wenn er seinen Konditionstest macht. Als die "normale" Testzeit vorbei war, veränderte sich sein Gehirnschlag wieder schnell in seinen normalen "ruhe" Zustand. Ich habe nie eine Andeutung gefunden in der Rusinov verdeutlichte das die Hunde, wenn sie wieder zurück in ihrem Zwinger waren, auch tatsächlich ihr konditioniertes Laboratoriumsverhalten zeigten. Es kann sein das dies nicht so ist. Aber ein Ding ist beinahe sicher: verglichen mit der Erfahrung in vergleichbaren Tests mit Menschen, erfahren die Hunden diesen Test scheinbar auf mentale Weise.
Jerzy Konorski, der gestorbene polnische Wissenschaftler, leerte Hunden zu geifern und Futter zu erwarten wann eine Lampe blinkte. Dies wurde in regelmäßigen Abständen, jede paar Minuten getan. Jedoch, nachdem dies einige Male geschehen ist, begannen die Hunde alle sabbernd nach den leeren Näpfen zu gucken während die Lampe noch nicht geblinkt hatte. Konorski dachte dass die Hunde am Halluzinieren waren über die Stimulans (das blinkende Licht) und die Belohnung für das Geifern (das Essen). Sicher ist das da etwas im Gehirn der Hunde umging das da für sorgte dass sie sich benahmen als ob diese Dinge auch tatsächlich stattfanden.
Ein paar menschliche Vorbilder
Lassen wir uns erstmal bevor wir weitergehen mit Hunden, einmal stillstehen bei ein paar Facetten von unseren eigenen "Gedanken", wie suggeriert wurde durch Konorski. Stellen Sie sich vor das Sie eine Verabredung haben mit einer Geliebten in einem vollem Restaurant. Sie kommen rechtzeitig an und nehmen Platz an einem Tisch dicht bei der Tür. Es vergehen fünfzehn Minuten, aber Ihre Geliebte ist noch immer nicht da. Wir beginnen uns abzufragen ob Sie überhaupt kommen wird. Wir beginnen die Menschen anzusehen die durch die Tür eintreten. Schnell sind wir beinahe geneigt um nach dem Menschen zu rufen der äußerliche Ähnlichkeiten anzeigt mit derjenigen auf die wir warten. Je nervöser und besorgter wir werden, je wahrscheinlicher wird die Chance dass wir eine Fremde für unsere Geliebte ansehen. Als sie endlich ankommt, ist das Gefühl von Freude und Erleichterung oft vermischt mit einem Gefühl von leichten Unbehagen. Unsere Gedanken und Gefühle sind ambivalent, wir haben widersprüchliche Gedanken über ein künftiges neues Treffen mit unserer Geliebten.
Beinahe jeder hat eine Einbildungskraft. Oft ist der Gedanke an jemand den wir gut kennen genügend um sein Bildnis bei uns aufzurufen. Dasselbe kann geschehen beim Hören von Geräuschen oder von Musik. Denken Sie einmal an Ihre Musikfavoriten, diese haben Sie oft im Ohr " Ohrwurm." Dies sind positive Bilder. Sie sind angenehm auf der emotionellen Ebene. Auf der anderen Seite, kann das Zurückholen von unangenehmen Ereignissen Bilder zurückbringen und uns selbst vor Abscheu schaudern lassen. Dies ist ein Beispiel von einem negativen, emotionell unangenehmen Bild.
Zurück zu den Hunden
Dasselbe geschieht mit Hunden. Wenn wir spät nach Haus kommen oder als sie uns auf eine übertriebene Manier vermissen wenn wir nicht da sind, dadurch das wir sie verdorben haben mit Aufmerksamkeit und Kuscheln, jedes Mal dass sie darum fragten, ist es wahrscheinlich dass sie sich auch sorgen machen in Bildern. Es ist wahrscheinlich dass sie sich an Bilder erinnern von uns während unserer Aktivitäten, wie das aufschütteln der Kissen vom Sofa, das wegsetzen von Büchern, das Festhalten und ansehen von Büchern und Zeitschriften, das Anziehen unserer Schuhe bevor wir weggehen, usw.. Das Resultat hiervon ist das Hunde sich während unserer Abwesenheit oft beschäftigen mit Aktivitäten dieser Bilder. Kissen landen auf dem Boden, Schuhe werden aus dem Schrank gezogen. Sie bringen Bücher und Zeitschriften auf einen anderen Platz, ärger noch, sie kauen darauf… Wenn sie uns nicht da haben können, probieren sie sich zu beschäftigen mit Dingen die uns symbolisieren. Wenn Hunde echt Bilder von uns und dem Rest ihres Lebens aufschlagen und erleben, ist es natürlich das wir dieses zu unserem Vorteil gebrauchen. Aber weil die meisten Hundehalter nicht begreifen wie Hunde denken, liegt die Grundursache von allen Problemen oft im bildhaften Denken vom Hund. Hunde erhalten von uns oft widersprüchliche Bilder.
Das Dilemma der Welpen
Denken Sie einmal an einen jungen Welpen, der durch seinen Herrn in begeisterter Weise begrüßt wird bei der Ankunft zu regelmäßigen Zeiten. Dieses Bild ist sehr schnell integriert im Gehirn eines Welpen und der Welpe beginnt nach der Ankunft seines Herrchens Ausschau zu halten. Nun ist es so dass jeder Eigener auch mal später nach Haus kommt. Der Welpe erlebt die Bilder seines nach Hause kommenden Herren, er wird besorgt und beginnt unruhig hin und her zu laufen. Der Welpe, gänzlich klar für die Begrüßungszeremonie, sitzt voller aufgebauter Energie die heraus will, während das Adrenalin durch ihn hindurch flutet. Was geschieht da in seinem "Auge oder Ohr“? Wahrscheinlich das Geräusch von sich nähernden Schritten, vielleicht sieht er selbst die Tür offen gehen obwohl nichts geschieht. Aber eigentlich müsste es so sein um diese Tageszeit. Dies verursacht einen Konflikt beim Welpen, einen Konflikt zwischen dem was er erwartet, das soll auch geschehen und dem war er gerne will das es geschieht und den tatsächlichen Ereignissen (des nicht nach Haus kommenden Herrn) anderseits verursachen derartige Konfliktsituationen innerlichen Frust. Frust hat Nervosität zur Folge, der Trigger zu einem noch viel größerem Adrenalin Stoß. Der Welpe geht auf die Suche nach etwas Fühlbaren das sein Verlangen nach dem Herrn stillt. Das Buch da in der Ecke von dem er sah dass der Eigentümer es neulich noch gelesen hat, ist erfüllt vom Duft des Herrchens. Wenn der Welpe seinen Herrn nicht an Ort und Stelle haben kann, kann er immerhin seinen Duft oder seinen Geschmack erfahren. Also schnüffelt er, prüft, beißt ins Buch. Vielleicht schluckt er selbst einige Teile davon runter. Natürlich kann dies das Herrchen nicht komplett ersetzen, der soziale Bedarf des Welpen wird hier nicht durch befriedigt. Endlich kommt der Eigentümer nach Haus. Der Welpe, der sich nichts Bösem bewusst ist, beginnt begeistert mit dem Begrüßungsritual. In erster Linie macht der Eigentümer fröhlich mit, bis er das zerfetzte Buch entdeckt. Logisch vielleicht, obwohl nicht vernünftig, ist die Reaktion des Eigentümers wobei er den Welpen böse ergreift und ihn zu dem kaputten Buch schleppt. Es geschieht auch dass ein Eigener dem Welpen einen Klaps auf die Nase gibt oder auf ein anderes Körperteil. Wenn der Eigener fertig ist mit Strafen, packt er böse die Reste vom Buch zusammen und läuft böse weg Richtung Papierkorb.
Psychisches Trauma
Das Resultat hiervon ist das der Welpe komplett verwirrt ist und zurückbleibt mit einer Reihe konfliktbeladener Bilder seines Herrn in seinem Kopf. Ein großer Schock für das Nervengestell nennen wir dies, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren, ein psychisches Trauma. Der Widerspruch über das positive Bild dass der Welpe hat von seinem Herrn (der fröhliche, freundliche Arzt Jekyll) und das negative Bild vom nach Hause kommenden Herren (der gemeine Herr Hyde), sitzt nun eingeprägt im Hirn des Welpen. Dies führt dazu dass der Hund zukünftig frustriert und ängstlich auf die Ankunft des Herrn wartet, etwas das zunehmen wird je nachdem wie oft sich ein derartiges Szenario abspielt, wenn der Eigentümer nach Haus kommt. Interessant ist das Eigentümer in vielen dieser Fälle sagen dass der Welpe die ersten Tage nach der ersten Bestrafung da keine Last von hatte. Dies kann eine Erscheinung sein die wir beim Menschen Unterdrückung nennen (Verdrängung). Hierbei wird die Erinnerung an ein traumatisches Ereignis verdrängt. Weil der Welpe die Bestrafung nicht assoziiert mit dem Kauen auf dem Buch, wird er das nächste Mal dasselbe tun, vielleicht diesmal mit einem Schuh oder mit einem anderen Buch. Dieser Kreis wiederholt sich bis das Verhältnis zwischen dem Welpen und dem Eigentümer durchdrungen ist mit emotioneller Ambivalent ( Zwitterhaft ). Die widersprüchlichen Gefühle des Welpen tun stets mehr Abbruch an den positiven Qualitäten zum Verhältnis zwischen Welpe und Eigentümer. Negative Eindrücke auf der gefühlsmäßigen Ebene können das Verhältnis dominieren. Dies ist oft das Stadium indem viele Hundehalter folgern dass sie den Hund nicht Streng genug bestraft haben und dass das eine Wiederholung des "schlechten Benehmens" vom Hund hier zugrunde liegt. Also der Eigentümer beginnt den Welpen strenger und härter zu bestrafen. Wodurch das Verhältnis zwischen Hund und Eigentümer stets schlechter wird. Wenn dies oft geschieht, kann es dazu führen dass der Eigner drastische Maßregeln anwendet. Der Hund, der inzwischen hyper empfindlich für die Stimmungswechsel seines Eigners ist, fühlt das da etwas schief geht. Was wieder zu neuen Problemen führen kann, wie untertänig Urinieren bei der Ankunft des Eigners oder selbst wann der Eigentümer sich dem Hund zu anderen Zeiten nähert. Es kann so Erg werden dass der Hund auch "so mal" im Haus eine Pfütze oder einen Haufen macht usw. Der Hund wird sich nun stets unsicherer getragen. Als sein Herrchen zu Hause ist probiert er ihm zu schmeicheln und als er von zu Haus weg ist beginnt er ihn zu vermissen. Frust und Angst bauen sich beim Hund auf, während die Spannung sich einen Ausweg sucht. Und das unerwünschte Benehmen nimmt stets mehr zu. Der unwissende Eigner, der in erster Linie vielleicht dachte dass der Hund auf diese Art probiert eine "Rache' zu nehmen für das allein sein, beginnt zu denken dass das unerwünschte Benehmen unkorrigiert ist.
Hilfe!
Dies ist der Moment in dem oft Hilfe von auswärts gesucht wird. Da wird ein Buch gekauft, der Tierarzt, Tierzüchter, Tiergeschäft, Hundetrainer oder der Hunde- Verhaltensspezialist wird konsultiert. Wenn der Eigentümer Glück hat, erhält er Rat der ihm tatsächlich Einblick verschafft in das Verhältnis zwischen Hund und Eigner. Aber es ist wahrscheinlicher dass ihm geraten wird mit traditionellen "schnellen Lösungen" und / oder der Hund gelangt in ein verkehrtes Verhaltensprogramm; wird voll gestopft mit Angsthemmenden Arzneien oder Beruhigungsmitteln; eingesperrt im Gang oder einer Garage oder erhält einen Maulkorb. Da keine von diesen Lösungen eingeht auf die tatsächlichen Ursachen des unerwünschten Benehmens: der "denkende Hund" und das Verhältnis mit seiner Umgebung und seinem Eigner, sind diese "Lösungen" selten erfolgreich. Die Mehrheit von diesen ehemaligen so innig geliebten Hunden, wird weggegeben und ist so endlich erledigt. Aber das muss nicht so abscheulich verlaufen, wenn Hundehalter lernen würden wie Hunde zu denken. Das verwenden von positiven Bildern um ""Verlassungsangst"" wegzunehmen. Über Hunde die Angst haben allein gelassen zu werden, wird gesagt dass sie an ""Verlassungsangst"" leiden. Ein populärer, allgemein gebrauchter Ausdruck der professionell im Ohr klingt. Das Problem mit dem Ausdruck, der abgeleitet ist aus der menschlichen Psychiatrie, ist dass er es nicht echt deckt. Der Ausdruck an sich liefert uns keine brauchbare Information. Aber gut: der Ausdruck besteht ebenso, also werden wir ihn im richtigen Sinn gebrauchen. Und der ist: " ein unbehagliches Gefühl erfahren durch eine Person oder ein Tier durch das es allein gelassen oder getrennt wird." Dies versetzt uns in die Lage ein Trainingsprogramm anzuraten das eingeht auf alle Beziehungen die der Hund mit anderen hat. Aber erst müssen wir uns davon versichern dass ein Tierarzt andere Ursachen für die Angst ausgeschlossen hat!
Die Methode
Hunde die außergewöhnlich vom Schlag berührt werden wenn sie allein gelassen werden, werden als der Eigentümer zu Hause ist oft angehalten und erhalten meistens viel Aufmerksamkeit wann sie darum bitten (oder selbst wann sie die Aufmerksamkeit fordern!) Als wir nun das Konzept von " denken in Bildern" verwenden und auf dieses Verhältnis zwischen Hund und Eigner sehen, sollten wir denken dass der Hund sich selbst als der Regisseur in diesem Stück sieht. Er ist derjenige der "in Gedanken" den Eigentümer leitet. Wenn er angehört werden will, braucht er sich nur vor sein Herrchen zu setzen und ihn auf eine bestimmte Manier angucken. Oder er streift seinen Körper entlang des Beines seines Herrchens. Wenn er rausgelassen werden will geht er jammernd vor der Tür sitzen. Wenn er essen will, bleibt er wedelnd bei seinem Fressnapf stehen. Wenn der Eigentümer durch das Haus geht, läuft der Hund vor ihm oder hinter ihm usw. Die meisten Hunde wissen genau was sie tun müssen um das zu kriegen was sie in diesem Moment auch wollen. Dies ist für den Hund in seinem eigenen Kopf die Realität des Verhältnisses zwischen ihm selbst und seinem Herrchen. Also als der Eigentümer weggeht und der Hund ganz zurück bleibt gegen seinen Willen, ist es nicht so seltsam dass der Hund wie durch einen Schlag getroffen ein problematisches Verhalten wie bellen, auf Dinge beißen, unruhig rum laufen oder selbst das Haus beschmutzen als sein Bedürfnis zeigt. Dieses ""Führungsproblem"" kann gelöst werden dadurch dass der Hund eine andere Realität präsentiert bekommt. Eine Realität in der der Hund freundlich, aber konsequent und resolut trainiert wird in dem ihm ein anderes Benehmen gezeigt wird wenn er sich setzt wenn er Aufmerksamkeit oder Zuneigung haben will oder auf Momente wartet das der Eigner dem Hund Zuneigung oder Aufmerksamkeit schenken will. Das Kommando "sitz" genügt hier. Jedes mal wenn der Hund dieses hört und setzt er sich dann müssen Sie den Hund begeistert loben und belohnen mit 3 bis 5 Sekunden Aufmerksamkeit. Danach können Sie den Hund "freilassen" mit dem Kommando "frei". Ist der Hund sehr herrisch und weigert er sich zu gehorchen (und viele Hunde verweigern dies anfangs, wenn sie sich realisieren das ihr Verhältnis mit dem Eigentümer "umgedreht" wird) negieren Sie dies dann gewöhnlich, drehen Sie sich um und gehen weiter mit Ihren anderen Aktivitäten, wobei Sie der Hund gewöhnlich negiert. Bei manchen Hunden kann es manch mal etwas länger dauern bevor sie sich realisieren dass sie die untergebene Partei sind im Verhältnis zu ihrem Eigner. Aber wie lange das auch dauert, nach einer Anzahl Tagen wird das Bild dass der Hund von sich hat verändert von demjenigen der die Leitung hat in denjenigen der der Leitung folgt. Wenn der Hund Ihnen vorgibt wann Sie durch das Haus laufen, können Sie sich am besten umdrehen und zu der anderen Seite auflaufen. Hiermit müssen sie durchgehen bis der Hund geduldig hinter Ihnen am laufen bleibt oder besser noch, überhaupt nicht mehr hinter Ihnen läuft. Was auch gut ist, ist das "bleib" Kommando jeden Tag mehrere Malen zu üben, wobei Ihr Hund stets länger liegen bleiben muss.
Hyperemotionale Bilder
Die meisten Hunde die Probleme haben mit dem Alleinsein zu Hause, werden extrem emotionell in dem Moment in dem ihr Herrchen nach Haus kommt. Dies beginnt bei manchen Hunden um die Zeit zu der das Herrchen normal gesprochen nach Haus kommt. Um die emotionell überstimulierten Bilder die im Hirn dieses Hundes bestehen zu ersetzen, ist es anzuraten ungefähr fünf Minuten bevor Sie weggehen sich ruhig in den Raum zu setzen in dem der Hund allein gelassen wird. In der Zeit dürfen Sie nicht mit dem Hund reden und der Hund darf Sie nicht ansehen. Danach stehen Sie ruhig auf und verlassen das Haus, wobei Sie den Hund wieder nicht ansehen und auch wieder nichts sagen. Bei Ihrer Ankunft kommen sie sehr ruhig ins Haus. Sie ignorieren den Hund bis er vollkommen ruhig ist. Dann begrüßen Sie den Hund fröhlich, aber kurz, wobei Sie in der Nähe der Tür stehen bleiben durch die Sie gekommen sind. Diese Routine wird schnell die übermäßigen emotionellen gedanklichen Bilder beim Hund ersetzen durch Bilder von Ruhe und Seriosität. Nun kommt der Teil den die meisten Hundehalter am schwierigsten finden: Sie kommen nach Hause und Ihr Hund hat das ganze Haus auf den Kopf gestellt! Sie stolpern über abgekaute Kissen, der Stuhl ist in Fetzen und da liegt ein enorme Berg Kot vor der Tür, wenn wir zurückdenken und die Vergangenheit des Hundes betrachten wie sehr er unter den widersprüchlichen gedanklichen Bildern litt, bei Ihrer Ankunft, begreifen Sie vielleicht dass das nun sehr wichtig ist dass Sie keine Aufmerksamkeit zeigen weder am Kissen, dem Stuhl noch dem Kot. Was Sie nun am besten tun können ist den Hund, nachdem Sie ihn die gebräuchlichen fünf Minuten ignoriert haben, auf normaler Manier begrüßen an einem anderen Platz als der an dem er seinen Kram abgelegt hat. Darauf hin begleiteten Sie den Hund freundlich nach draußen oder in einen anderen Raum und Sie lassen ihn da bis Sie fertig sind mit aufräumen. Hiermit verhüteten Sie dass Sie neue widersprüchliche gedankliche Bilder oder emotionelle Reaktionen hochbringen, die ein durcheinander beim Hund schaffen, oder dass Sie die alten Erinnerungen wieder empor holen. Ich nenne dies immer: "die geheime Entrümpelung." Als Unterteil von Trainingsmethoden die variieren beim abhelfen des Grabens im Garten bis zum sauber werden hat dies viele Male Wunder gewirkt.
Außerdem habe ich probiert auszulegen warum diese Methode solch wirksame Ergänzung ist zu der korrigierenden Trainingsmethode. Und was wichtig ist um zu behalten: das fehlen von gedanklichen Bildern beim Hund seines Eigner zusammen mit dem durch den Hund geschaffenen Chaos, hilft mehr an der Verbesserung des unerwünschten Benehmens als andere gedankliche Bilder.
Folgerung
Wenn Hunde in Bildern denken können wir ihr Benehmen auf hundertfache Manier verändern wenn wir so denken wie sie. Zum Beispiel: es fährt ein Auto mit quietschenden Bremsen und kommt mit Gehupe zum Stillstand genau in dem Moment während der Hund vom Bürgersteig laufen will um ihn zu überschreiten, eine wertvolle Übung um negativ, bildhaft zudenken. Sicher werden Sie ihn loben weil er fein auf dem Bürgersteig blieb um zu warten. Aber andererseits ist es so, dass dies auch mehrmals geübt werden muss während die Straße nicht belebt ist.
Es ist gut Ihrem Hund ein so genanntes " Panikkommando " zu lernen. Hierfür benuten Sie den Namen des Hundes, gefolgt von einem einzigartigen Codeword und eine einmalige, unterstützende Stimmanhebung. Gehen Sie hierbei in eine gebückte Haltung und schlagen schnell in Ihr Hände. Wenn der Hund hier folgt müssen sie ihn auch auf eine einzigartige Manier loben, auf eine Manier die allein zu diesem spezifischen Kommando gehört. Die Kombination von diesen positiven Bildern kann einen Hund schaffen, der konsequent reagiert wenn Sie dieses Kommando benutzen. Es ist wichtig Ihrem Hund anzulernen gleich danach zu Ihnen zu kommen wenn Sie dieses spezielle " Panikkommando " benutzt haben wenn der Hund aus der Sicht war. Wie zum Beispiel im Dunklen. Nun werden Sie vielleicht sagen: "warum soll ich mich bücken und klatschen und loben wen es dunkel ist oder wenn der Hund mich überhaupt nicht sehen kann?" Die Antwort hierauf hat zu machen mit den feinfühligen, scharf abgestimmten Sinnen auf dem Gebiet von hören und sehen, sowie mit der Intelligenz des Hund. Aber das ist ein anderes Kapitel. Probieren Sie es einfach mal: "sehen" Sie sich selbst und Ihr Zukunft in einer positive Art. Dann werden Sie Selbstvertrauen und Freude rüberbringen an Ihren Hund und auf jeden der Ihr Weg kreuzt.


