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ZWINGERHUSTEN

EINFÜHRUNG
Zwingerhusten ist ein ansteckender Husten beim Hund. Er wird durch einen Virus (Parainfluenza) und einer Bakterie (Bordetella) verursacht. Der Name will nachdrücklich hervorheben, dass Zwingerhusten vor allem ein Problem in größeren Hundegruppen ist, wie in Zwingern, in Shows und bei Trainingen. Die Infektion findet über Flüssigkeitströpfchen, die ausgehustet werden, statt.


KRANKHEITSBILD
Die Krankheitssymptome entstehen meistens sehr akut. Kurz Niesen (meistens fällt das nicht auf) und dann erschöpfende Hustenanfälle, vor allem durch Aufregung. Es ist ein harter, vor allem trockener Husten. Der geringe milchweiße Schleim, der produziert wird, wird meistens runtergeschluckt und selten durch Würgen ausgespuckt. In Prinzipe ist keine Rede von Fieber, die Esslust ist normal und der Hund ist gewöhnlich lebhaft. In einem kleinen Teil der Fälle aber nimmt die Krankheit ernstere Formen an. Es entsteht Fieber und es entwickelt sich eine (manchmal sehr) ernste Lungenentzündung, die tödlich sein kann, trotz der Behandlung mit Antibiotika. In dem Fall ist der Hund ernsthaft krank und hat keine Esslust mehr.


BEHANDLUNG
In Prinzipe werden sich weitaus die meisten Hunde innerhalb 5 – 7 Tage wieder von dem Zwingerhusten erholen, auch ohne Behandlung. Danach wird noch 1 – 2 Wochen gelegentlich gehustet. In Ausnahmefällen dauert das Husten länger. Das ist dann aber sicher ein Grund, um zu schauen, ob keine andere Ursache zugrunde liegt, wie z.B. Herzprobleme.
Wir bräuchten also in Prinzipe nicht zu behandeln, wäre es nicht, das die Komplikation, Lungenentzündung, so lebensbedrohlich sein kann. Wie klein die Chance auch ist, dass eine dergleiche Komplikation entsteht, raten wir Ihnen in Fällen von Zwingerhusten doch an, so schnell möglich mit einem geeigneten Antibiotikum zu beginnen. Damit können wir dieser gefährlichen Komplikation vorbeugen. Wenn einmal die Rede ist von einer ernsten Lungenentzündung, ist es oft sehr schwierig, um diese mit Antibiotika zu überwinden.


VORBEUGEN
In vielen Fällen gilt, das, wenn der Hund einmal eine Zwingerhusteninfektion durchgemacht hat, er oder sie lebenslange Immunität hat. Manchmal aber scheint ein Hund es immer wieder zu bekommen. Offensichtlich ist bei einem solchem Hund das Immunsystem etwas weniger stark.


Impfung
Es gibt keine Impfungen im Handel, sowohl gegen das Virus (u.a. nobivac DHPPi) als auch gegen die Bakterie (u.a. Pneumodog).
Heutzutage werden die Impfungen breit diskutiert. Die Vorteile von Impfen sind bekannt, aber mehr und mehr sehen wir auch Nachteile.

Die Schlussfolgerung ist:
überlegter impfen, weniger häufig und nur wenn es wirklich nötig ist. Ist eine Krankheit nicht echt lebensgefährlich, können wir die Krankheit gut behandeln und gibt es keine große Bedrohung, dann impfen wir nicht.
Impfen gegen Zwingerhusten ist in diesem Licht gesehen, in den meisten Fällen überflüssig. Möglich ist es nur sinnvoll, wenn Hunde in großen Gruppen beieinander gebracht werden und die Kontrolle auf die Gesundheit eines jeden Hundes individuell schwierig ist. Aber in jedem Fall nicht routinemäßig impfen.


Nasentropfen oder Injektionen?
Die Nasentropfen (u.a. Nobivac KC) wirken innerhalb von 3 – 5 Tagen und geben eine Immunität von 3 – 6 Monaten. Der größte Vorteil von Nasentropfen ist, dass sie schell Schutz bieten.
Die Injektionen wirken nach einem Beginn mit 2 Injektionen, mit einer Zwischenzeit von 3 Wochen, optimal und brauchen nur 1 x pro Jahr verabreicht zu werden.
In beiden Fällen kommen Impfreaktionen vor und in beiden Fällen haben wir gesehen, dass trotz der Impfung doch noch ein Durchbruch war, der übrigens in allen Fällen wenig Probleme gab.
Die Nasentropfen sind teurer und werden durch die Notwendigkeit des öfteren impfen, noch teurer. Die Injektionen sind billiger und können jährlich kombiniert werden mit anderen Impfungen, wodurch diese noch billiger werden.
 Im Licht der Diskussion über Impfungen gibt es in den meisten Fällen also keinen Grund, um gegen Zwingerhusten zu impfen, und gibt es sicher keinen Grund um es mit Nasentropfen teurer zu machen.

NESTINFEKTION
Wir sehen regelmäßig junge Puppys, 2 – 3 Wochen alt, infiziert mit Zwingerhusten. Einige Züchter kämpfen mit einer immer wiederkehrenden Infektion in ihrem Zwinger. Natürlich müssen wir bei den Puppys sicher nicht zu lange mit der Verabreichung von Antibiotika warten. Zurzeit behandeln wir einige Zwinger mit einer Zwingerhustennosode. Die Resultate machen Mut.


CHRONISCHER HUSTEN NACH DEM ZWINGERHUSTEN
Manchmal sehen wir, dass nach einer Zwingerhusteninfektion eine chronische Luftröhrenirritatie bestehen bleibt. In diesem Fall müssen wir, wenn die Diagnose gestellt ist, mit dem homöopathischen Mittel MacSamuel Atmung behandeln.

 

Wichtig: Das hier bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt