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Beruhigende Signale


Vor ein paar Jahren sorgte den norwegischen Turid Rugaas für einen echten Durchbruch in die Nutzung vom Körpersprache von Hunden um Konflikte zu verhindern und Stress abtropfen zu lassen. Ihr Buch "Beruhigende Signale" beschreibt eine Vielzahl von Haltungen und Verhaltensweisen, die Hunde in ihre Kommunikation benutzen. Die Anerkennung dieser beruhigenden Signale erlaubt Ihnen Ihren Hund besser zu verstehen und können auch von uns genutzt werden zur Verbesserung des Umgangs des Hundes.

hundHunde sind, genau wie ihre Vorfahren den Wolf, soziale Tiere. Um jedoch in eine Gruppe leben zu können ist guter Kommunikation von wesentlicher Bedeutung. Zusammenleben und zusammenarbeiten sind nicht möglich ohne einander die Absichten klar zu bewirken oder zu verstehen lassen. Dass Hunde dafür Körpersprache und Geruch nutzen ist allgemein bekannt. Oft wird dabei konzentriert auf den dominanten und unterwürfigen Körperhaltungen, die ein Hund zeigen kann. Sie können aber noch viel mehr mit ihrer Körpersprache. Sie steuern auch Signale, womit mögliche Konflikte vermieden werden können und Stress bei sich selbst und der andere reduziert werden kann: beruhigende Signale.

Beruhigende Signale werden genutzt in der Kommunikation unter Hunden, aber auch zu den Menschen. Diese Signale zu erkennen hilft Ihnen also zu einem besseren Verständnis Ihres Hundes. Aber Turid Rugaas zufolge gibt es noch mehr: wir selbst können auch beruhigende Signale nutzen um den Hund zu beruhigen!

Einer der Beruhigungssignale die Hunde verwenden, wenn sie einen anderen Hund näheren, ist das näheren in eine Kurve. Sie laufen nicht recht auf einander, aber nähern in einen Halbkreis. Dabei wird die Seite des Körpers gezeigt. Das gibt einen guten Überblick über dem ganzen Körper, und was diesen Körper ausdrückt. Das nicht frontal aber vorsichtige annähern, gibt die Meldung "Ich habe nichts Böses vor." Bei einem Spaziergang mit streunenden Hunden, können Sie dieses Verhalten regelmäßig beobachten. Sie selbst können es aber verwenden als Sie einem fremden Hund nähern. Direkt zu ihm laufen kann sehr bedrohlich erfahren werden, und damit auch Angst oder Aggression aufwecken!

hundWegsehen ist ein weiteres Signal, dass angibt dass der Hund es gut meint. Mitten im Auge schauen (starren) ist für Hunde ist ein Zeichen der Bedrohung. Durch genau den Blick (und möglicherweise den Kopf) abzuwenden und direkten Blickkontakt zu vermeiden, wird die freundliche Absicht klar. Es beruhigt damit den anderen Hund, er soll nicht ängstig sein für den Andere.
Menschen, die heftig klagen oder schreien zu ihren Hund, interpretieren dieses Signal ihres Hundes manchmal falsch. Das abwenden des Blicks vom Hund wird dann als Missachtung des Führers gesehen, während der Hund seine Führer gerade doch als einschüchternd erfahrt und versucht ihn zu beruhigen!

So können auch Signale als plötzlich sehr interessiert an den Boden schnüffeln, sich langsam bewegen (langsam nähern) und gähnen als Signale zur Beruhigung bestimmt sein für sich selbst und der Andere, aber durch den Mensch als rein ungehorsam erfahren werden. Natürlich muss alles im Kontext der Situation und in Kombination mit anderen Körpersignalen betrachtet werden. Es ist jedoch klar, dass Hunde über viele Signale verfügen, um Stress und Konflikte zu vermeiden. In diesem Artikel werden nur ein paar Beispiele für beruhigende Signale beschrieben, in der Hoffnung Sie für dieses Thema zu interessieren. Wir können nur empfehlen das Buch "Calming Signals" (Beruhigende Signale) von Turid Rugaas zu lesen. Es gibt auch viele Websites im Internet, die dieses Thema ausgiebig diskutieren.

Fazit:
Hunde benutzen in ihre Kommunikation Verhaltensweisen und Haltungen die bestimmt sein um Konflikte zu verhindern und Stress zu vermeiden. Wir nennen das "beruhigende Signale". Diese beruhigenden Signale benutzen Hunde untereinander, sondern auch in ihrem Verhalten gegenüber uns. Kenntnis dieser beruhigenden Signale helfen daher um Ihren Hund besser zu verstehen.