Der Blindenhund |
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Jeder weiß, dass Menschen die blind sind, nicht sehen können. Blinde lernen besser Geräusche wahrzunehmen als Menschen die sehen können. Sie müssen mal probieren, mit Ihren Augen geschlossen zu hören, wer da läuft, hustet oder spricht. Kinder, die nicht sehen können, können auf eine Sonderschule für blinde und schlecht sehende Kinder gehen. Die Kinder lernen dort, um so viel möglich selbst zu tun. Sich selbst ordentlich anziehen, einen Becher Milch, ohne zu kleckern, einschenken oder alleine einkaufen.
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Aber auch die normalen Schulfächer, so als Sprache, Rechnen und Geschichte, lernen sie dort. Einige Menschen benutzen einen Blindenstock. Sie ticken mit dem Stock auf den Boden. So können sie erkennen, wann der Weg eine Kurve macht. Sie fühlen auch, wo eine Bordsteinkante ist oder ein Mülleimer auf dem Weg steht. Bei jedem Schritt, den sie setzen, müssen sie fühlen und hören; davon werden sie sehr müde. Meistens muss jemand sie begleiten. Dafür ist nicht immer Zeit und müssen sie warten, bis jemand Zeit hat. Die meisten Blinden wollen darum gerne einen Hund, der sie begleitet. So einen Hund nennt man einen Blindenhund. Der Hund führt den Blinden und sorgt, dass dieser nirgends gegenläuft.
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Ein besonderer Hund:
Drei Hunderassen werden zu Blindenhunden ausgebildet: Labrador Retriever, Deutscher Schäferhund und Golden Retriever. Einen Blindenhund kann man nicht mal eben aus einem Tiergeschäft oder einem Tierheim holen. So einen Hund muss man anfragen bei der Deutscher Verein für Blindenführhunde und Mobilitätshilfen e.V. - DVBM |
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Deutscher Verein für Blindenführhunde und Mobilitätshilfen e.V. - DVBM , hier werden Hunde speziell ausgebildet um ihr blindes Herrchen sicher durch den Verkehr und vorbei jedes Hindernisses zu leiten.) Die Hunde, mit denen gearbeitet wird, lernen schnell und sind gehorsam. Sie machen ihrem Herrchen gerne eine Freude und das ist genau das, was ein Blinder nötig hat. Der K.N.G.F. sucht liebe, gesunde Hunde aus um mit ihnen zu züchten.
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Züchten bedeutet: zu sorgen, dass junge, gesunde Tiere geboren werden. Es gibt männliche und weibliche Hunde. Wir nennen sie Rüde und Hündin. Wenn sich eine Hündin und ein Rüde paaren, dann kann ein Nest mit Puppy’s geboren werden. Puppy’s sind junge Hunde. Sie ähneln nicht nu äußerlich ihren Eltern, sondern haben oft auch dieselben Eigenschaften, so als: zuverlässig sein, hilfsbereit, nicht schnell ängstlich. Die Zuchthunde wohnen in einer normalen Familie. Dort werden auch die Puppy’s geboren. Jeder Puppy bekommt einen Namen. Der Name muss kurz und deutlich auszusprechen sein. Alle Puppy’s aus einem Nest, bekommen einen Namen, der mit demselben Buchstaben beginnt. Die Menschen, die bei dem K.N.G.F. arbeiten, sorgen hierfür. Sie bedenken die Hundenamen. Wer einen schönen Namen weiß, schreibt diesen auf eine große Tafel. So können sie immer aus schönen Namen wählen. Die neugeborenen Puppy”s bleiben, bis sie sieben Wochen alt sind, bei ihrer Mutter. Danach kommen sie in eine Pflegefamilie.
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Eine Puppy-Pflegefamilie:
Eine Pflegefamilie ist eine gewöhnliche Familie mit Eltern, Kindern und Haustieren. Die Menschen in dieser Familie sorgen eine Zeitlang für einen Puppy. Sie bekommen dafür nichts bezahlt, sondern helfen so dem Blindenhundefonds. In der Niederlande gibt es ungefähr siebzig Puppy-Pflegefamilien. Ein Hund muss zuerst die Dinge lernen, die jeder Hund lernen muss. Gehorsam sein und gutes Benehmen. Und natürlich nur dort pinkeln und Häufchen machen, wo dass Herrchen ihn ausführt; also nicht im Haus. Auch müssen die Hunde freundlich gegenüber den Menschen sein. Sie dürfen später nicht mehr erschrecken von Kindergeschrei. Und auch nicht von hupenden Autos. Keine Angst haben vor Gewitter oder Flugzeugen. Er wird belohnt, wenn er etwas gut macht. Sein Herrchen belohnt ihn durch, zu sagen „Gut so“ und gibt ihm ein Hundekuchen, jedes Mal wieder, bis er aus sich selbst die guten Dinge macht. Oft belohnen wirkt besser als strafen. Der Hund geht überall mit; mit dem Auto, dem Bus oder dem Zug, einkaufen, in den Park oder in den Kleintierzoo. Oder mit auf den Rummel. Die Mitarbeiter vom Blindenhundefonds schauen regelmäßig vorbei. Sie wollen sehen, wie es dem Hund geht. Sie erzählen auch genau, was der Hund am Besten essen kann. Denn es muss ein gesunder, starker Hund werden. Die Pflegefamilie schreibt auf, wie es mit der Gesundheit des Hundes steht und was er Neues gelernt hat. Bei dem K.N.G.F. wollen sie das genau wissen. Natürlich liebt die Pflegefamilie den Hund sehr. Sie haben ein Jahr lang Freude an ihm. Sich balgen und herumtollen gehört da auch zu. Aber...sie sind und bleiben eine Pflegefamilie. Wenn der Hund ungefähr vierzehn Monate alt ist, kommt er in die Blindenhundeschule. Die Puppy-Pflegefamilie muss dann Abschied nehmen und das fällt schwer. Tauglich befunden: Der Hund kommt in die Blindenhundeschule in Amstelveen. Erst muss der Hund aber noch zum Tierarzt, der in dieser Schule arbeitet. Er schaut sich den Hund sehr genau an. Er untersucht, ob die Augen vom Hund gut sind. Auch macht er Fotos, auf denen die Knochen des Hundes zu sehen sind. So kann er sehen, ob die Hüften vom Hund in Ordnung sind, denn der Hund muss später viel laufen mit seinem Herrchen. Dann müssen die Hüften und Pfoten natürlich in Ordnung sein. Auch wird geschaut, ob der Hund gut gehorcht. Wenn alles in Ordnung ist, kann er ausgebildet werden zum Blindenhund. In der Schule haben die Hunde drinnen und draußen einen Zwinger. Sie sitzen zu zweit in einem Zwinger. Das ist geselliger für die Tiere. Jeden Tag üben sie mit ihrem Ausbilder. |
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Ein Ausbilder ist jemand, der dem Hund alles beibringt. Zuerst lernt der Hund, dass er ein Geschirr angelegt bekommt. Das Geschirr ist hergestellt aus Leder. Es geht unter dem Bauch des Hundes durch und an dem Geschirr ist ein Bügel befestigt. Ein Bügel ist eine Art Griff. Man kann am Bügel fühlen, was der Hund macht. Wenn der Hund das Geschirr mit dem Bügel umhat, ist er im Dienst. Und wenn der Bügel abgenommen wird, ist der Hund wieder ein gewöhnlicher Hund. Balgen, laufen und herumtollen jeden Tag gehören auch dazu. Das Üben geschieht auf eine freundliche Art und Weise. Der Ausbilder ruft ganz oft:Braver Hund, gut gemacht!!!! Oder er streicht ihm über den Kopf. So bekommt der Hund echt Freude daran.
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Lernen in der Schule:
Hinter der Schule befindet sich ein Verhehrsgelände. Nur gibt es dort keinen normalen Verkehr, weil es ein Übungsgelände ist. Es ist spezial angelegt für die Blindenhundeschule. Auf dem Gelände sind Gehwege angelegt. Und es stehen dort Blumenkübel. Es gibt Brücken und Banken, eine Telefonzelle und eine Treppe über den Weg. Auch laufen dort allerlei Tiere herum: Katzen, Hühner, Enten und Schafe. Hier beginnt der Ausbilder mit dem Hund zu üben. Zuerst muss der Hund lernen, wo genau er laufen muss. Das ist immer links vor seinem Herrchen. Das Üben erfolgt schrittweise. Jeden Tag werden die Übungen wiederholt, bis der Hund weiß, wie es geht. Die erste Zeit dauert das üben nicht lange: ungefähr eine Viertelstunde. Aber die Übungszeit wird stets etwas länger. Eben solange bis der Hund gut ein paar Stunden hintereinander arbeiten kann. Das muss er später auch können!!!!! Schon bald gehen der Ausbilder und der Hund woanders üben: in einem Wohnviertel, auf dem Markt oder in einem Einkaufszentrum. Der Hund lernt, um bei jeder Bordsteinkante kurz anzuhalten. Das ist das Zeichen für den Blinden, um aufzupassen. So stolpert ein Blinder nicht bei einer Bordsteinkante. Nicht nur Kinder müssen lernen geradewegs die Straße zu überqueren. Blindenhunde lernen das auch. Aber der Blinde horcht selbst, wann die Straße überquert werden kann. Der Hund lernt auch Kommandos. Ein Kommando ist ein Befehl: Tu dies oder tu das. Solche Kommandos sind: Vorwärts Links Rechts Such den Zebrastreifen Such Platz (Stelle, Ort) |






