Wie korrigiere ich meinen Hund
Gewünschte Verhalten belohnen ist die Grundlage der Erziehung, dennoch müssen Sie unerwünschte Verhalten manchmal auch angeben. Nur dann können Sie das Verhalten des Hundes kontrollieren. Sie setzen klare Grenzen; für den Hund bedeutet dies, dass Sie ein echter Chef im Sinne eines Führers sind. Von seiner Natur aus kennt der Hund keine Demokratie, in den Augen eines Hundes soll jede Gruppe ein Führer haben. Es ist also nichts jämmerlich um "der Chef zu spielen" über den Hund! Im Gegenteil, ein Hund ist glücklich, wenn er eine klare Führung bekommt. Um den Hund, das Vertrauen zu geben, dass Sie ihn führen, sollen Sie daher nicht nur anzeigen, was gut ist (begeistert belohnen), aber auch was nicht gut ist.
Führergekoppelte Korrekturen
Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Hund durch Korrekturen Verhalten zu verlernen. Eine dieser Methoden ist eine sogenannte Führergekoppelte Korrektur. Dies bedeutet, dass Sie den Hund wissen lassen, dass Sie bestimmtes Verhalten von ihm nicht akzeptieren. Die häufigste Führergekoppelte Korrektur ist der Einsatz der Stimme (PFUI!). Aber auch verursacht vom Führer kann manchmal wirksam sein (hart in die Hände klatschen, usw.). Führergekoppelte Korrekturen können nur wirksam sein, wenn der Hund sehr klar ist, dass der Führer Ranghöherer ist als der Hund. Wenn dieses Rangordnungsverhältnis nicht gut ist, ist es möglich, dass der Hund den Führergekoppelte Korrektur nicht akzeptieren wird! Auf der anderen Seite, wenn der Hund eindeutig Respekt hat für seinen Ranghöheren Führer, wird in vielen Fällen eine kurze PFUI genug sein für den Hund um unerwünschtes Verhalten zu stoppen.Als Führergekoppelte Korrekturen wirksam sind, lehrt der Hund nur, dass er dem unerwünschten Verhalten nicht zeigen sollte, wenn der Führer da ist. Wenn der Führer nicht da ist, gibt es (verständlicherweise) kein Grund für den Hund, den unerwünschten Verhalten nicht zu zeigen. Denn er hat gelernt, dass das Verhalten unerwünscht ist in der Nähe des Führers.
Verhaltensgekoppelte Korrekturen
Verhaltensgekoppelte Korrekturen stehen für den Hund nicht in Verbindung mit der Anwesenheit des Chefs. Eine oft wirksame Methode ist, den Hund zu erschrecken, wenn er/sie unerwünschtes Verhalten zeigt, aber ohne das den Hund merkt, dass der Führer den Schock verursacht. Wenn Sie zum Beispiel, etwas rasselnd zu dem Hund werfen, aber sich sofort umdrehen, wird der Hund denken, dass das ärgerliche rasselnde Ding aus dem Nichts kam, wenn er die unerwünschte Verhaltensweise zeigte! Eine weitere häufig wirksame Methode ist den Hund mit Hilfe einer Sprühflasche (wo ein dünnes Rinnsal rauskommt) zu erschrecken. Wenn die Angst vor dem Hund ärgerlich ist und er fühlt, dass er jedes Mal diese Furcht hat, wenn er die gleichen unerwünschten Verhaltensweisen zeigt, wird der Hund versuchen, diesen Schreck zu verhindern und damit mit der unerwünschten Verhaltensweise aufhören.Als er dieses Verhalten verlernt, wird er auch das Verhalten nicht mehr zeigen, wenn Sie nicht bei dem Hund sind. Ihre Anwesenheit hat für den Hund nichts zu tun mit dem Schreck zufolge seines unerwünschten Verhaltens.
Beobachten Sie beim Korrektur basierend auf erschrecken aber dass der Hund der Schreck nicht an etwas anderes verbinden kann. Lassen Sie ein Hund zum Beispiel erschrecken um das Kratzen des Sofas zu verlernen, aber während er schreckt läuft zufällig Ihre Katze neben dem Hund, dann gibt’s eine Chance, dass der Hund den Schreck, an Ihre Katze verbindet und so ängstig vom Katze wird!
Korrigieren und alternativer Verhaltensweisen erlernen
Der Prozess der Verlernen unerwünschtes Verhaltens verläuft immer deutlich schneller wenn Sie zugleich dem gleichen Hund ein anderes Verhalten lernen, das für den Hund belohnend ist und für Sie sehr wünschenswert. Wollen Sie Ihrem Hund beibringen das aufspringen zu verlernen, dann wird den Hund nicht erlernt das aufspringen bei der Begrüßung nicht mehr lohnt, aber gleichzeitig wird ihn gelehrt, das sitzen bei der Begrüßung allerdings lohnend ist.Diese gleichzeitige erlernen von erfolgreiche alternative Verhaltensweisen funktioniert auch zum Beispiel, wenn Sie Ihren Hund erlernen möchten, dass er Ihre Schuhe nicht in den Mund nehmen darf. Sagen Sie "Nein" zum Hund, wenn er etwas Ähnliches in den Mund nimmt, nehmen Sie ihn ruhig das Objekt aus der Schnauze und geben Sie ihm sofort eine seiner eigenen Spielsachen. Belohnen Sie den Hund für das in den Mund nehmen seines eigenes Spielzeuges, auch wenn er das zu anderen Zeiten auf eigene Initiative macht.


