
Fellpflege, Gebisspflege, aber auch das Entfernen einer Zecke oder die Versorgung einer Wunde, sind alles Handlungen, die im täglichen Leben eines Hundes vorkommen können. Dies geht aber nicht widerstandslos. Auch hier gilt, jung gewohnt, alt getan.
Es kann schon mal vorkommen, dass Hunde sich nicht oder kaum bürsten lassen. Der Halter tut dies darum lieber nicht und stellt es so lang wie möglich aus. Die Haare des Hundes verfilzen mehr und mehr, wodurch das Bürsten das nächste Mal wieder eine schmerzliche und leidige Erfahrung sein wird.
Der Halter sieht sich bestätigt, dass der Hund dies echt nicht möchte und der Hund merkt, dass er mit seinem Widerstand den Halter dazu bringen kann, mit dem Bürsten aufzuhören. Die Situation ist ein Teufelskreis und eine Tortur für Hund und Herrchen.
Für einen Hund ist es nicht selbstverständlich, dass er viel angefasst wird. Auch das Kämmen oder Bürsten ist eigentlich eine unnatürliche Handlung. Es ist darum nicht sonderbar, dass Hunde sich hieran gewöhnen müssen.
Wenn Sie einen Welpen haben, ist es darum anzuraten Ihren Hund von klein auf, an pflegende Handlungen zu gewöhnen. Nicht nur wenn es nötig ist, sondern jeden Tag einmal.
Bürsten Sie Ihren Welpen regelmäßig, wenn dieser eine längeres Fell hat oder bekommt. Schauen Sie sich das Gebiss an, durch die Lippen anzuheben und das Maul zu öffnen. Halten Sie den Schwanz hoch und machen Sie den Anus mit einem feuchten Tuch vorsichtig sauber. Auch wenn dieser nicht schmutzig ist.
Schauen Sie in die Ohren und tasten Sie die Haut ab, um zu schauen, ob dort eine Zecke sitzt. Heben Sie eine Pfote nach der anderen an und inspizieren Sie die Fußsohlen. Trocknen Sie sie einmal pro Tag ab, auch wenn sie nicht nass sind.
All diese Handlungen scheinen vielleicht überflüssig und übertrieben. Aber täuschen Sie sich nicht. Es gibt Hunde, die sich unter Betäubung bestimmten Behandlungen unterziehen müssen.
Einfach weil es ihnen nicht angelernt wurde und sie erfolgreich waren, ihr Herrchen mit diesen leidigen Handlungen aufhören zu lassen.
Natürlich ist dies ein extremes Beispiel, aber auch, wenn Ihr Hund sich immer wieder versetzt, wenn Sie seine Pfoten abtrocknen oder sein Fell kämmen wollen, ist dies sehr ärgerlich. Beginnen Sie darum direkt, wenn Sie Ihren Hund bekommen, mit dem Anlernen der pflegenden Handlungen.
Nehmen Sie sich Zeit für das Anlernen jeder Handlung. Beginnen Sie mit kurzen und kleinen Handlungen und geben Sie Ihrem Hund zwischendurch jedes Mal eine Leckerei.
Belohnen Sie ihn für das Anheben der Pfote durch das Geben von einer Leckerei und Zuspruch. Gehen Sie immer einen Schritt weiter, bis Sie seine Pfoten letztendlich ohne Widerstand abtrocknen können. Ihr Hund weiß, dass er nach Ablauf eine Belohnung bekommt.
Dasselbe gilt für das Anlernen des Kämmens oder Bürstens. Erst einen Strich mit der Bürste und dann gleich eine Leckerei. Danach zwei Mal, drei Mal usw. Solange bis Sie Ihren Hund bürsten können ohne das er Widerstand leistet.
Jede Pflegehandlung bauen Sie auf diese Art auf. Seien Sie geduldig. Das eine wird schneller als das andere klappen und auch wird der eine Hund besser reagieren als der Andere.
Gestatten Sie keinen Widerstand, aber machen Sie auch kein Machtspiel davon. Beugen Sie Widerstand vor durch ihn rechtzeitig für das Gewähren der Handlung zu belohnen. Beginnen Sie darum auch immer mit kleinen Schritten.
Bevor es für Ihren Hund unangenehm wird, haben Sie schon aufgehört und ihn belohnt. Jedes Mal dauert es etwas, länger bevor Sie aufhören. Nach und nach lernt Ihr Hund, die Handlungen zuzulassen.
Zusammenfassung:
Pflegehandlungen sind für einen Hund nicht selbstverständlich. Nehmen Sie sich Zeit um sie anzulernen und tun Sie dies in kleinen Schritten.
Belohnung für das Zulassen von Handlungen ist sehr wichtig. Stoppen Sie jedes Mal Ihre Handlung bevor Ihr Hund Widerstand will leisten und bauen Sie die Dauer der Handlung langsam aus.