Die Geburt beim Hund
Einführung
Die Geburt, ob das nun die vom Mensch selbst oder die vom Tiere betrifft, ist eines der meist beeindruckenden Lebensprozesse die wir kennen. Das Austreiben der Frucht, der Unterbrechung der Nabelschnur und das in Gang kommen der Atmung, das sind die ersten notwendigen Schritte zu einem neuen selbstständigem Leben. Menschen die mit Tieren umgehen und der dadurch entstehenden Fortpflanzung, die im Zusammenhang mit einer organisierten Zucht stehen oder auch nicht, können einen Geburtsprozess begleiten oder ihn selbst miterleben. Die Faszination die hierbei entsteht wird noch zunehmen wenn man mehr Einblick hat in die biologischen Hintergründe von der Geburt. Außerdem hat der Eigentümer von Tieren die moralische Pflicht sich im das gebärende Tier, falls nötig, zu helfen, auch wenn das nur durch seine Anwesenheit geschieht. Das Letzte ist im Besonderen zutreffend bei der Geburt von Hunden. Der Eigentümer hat hier eigentlich die schützende Rolle des Rüden zu spielen, der sich wie viele andere der wilden Verwandten bei der Hündin aufhält, oder in der Gegend des Geburtsplatzes befindet.
Wie und wann wird Trächtigkeit festgestellt
Natürlich sind die meisten Eigentümer in erster Linie neugierig ob ihre Hündin nach der Deckung (oder künstlichen Besamung) auch wirklich trächtig geworden ist. Aber es ist auch sinnvoll um dies zu erfahren: für den Eigentümer um das Tier extra zu versorgen und um beizeiten Vorbereitungen zu treffen für die Geburt und die Verpflegung eines neuen Wurfes mit Welpen, für den Tierarzt um ab zu wegen welche Untersuchungs- oder Behandlungsmethode kann/darf angewandt werden wenn der Eigentümer sich mit Beschwerden meldet. Der Tierarzt hat verschiedene Möglichkeiten um den Hund auf Trächtigkeit zu untersuchen. Hierbei ist es wichtig zu wissen wie weit die Trächtigkeit schon fortgeschritten sein könnte. Es wird darum angeraten das Deckdatum (nicht zu wechseln mit dem Tag an der die Läufigkeit beginnt!) immer zu notieren. Mit dem ersten Deckdatum als Zähldatum ist es übrigens nicht unbedingt möglich den genauen Beginn der Trächtigkeit (der Befruchtung von den Eizellen) an zu geben. Ohne zusätzliche Untersuchung vom Tierarzt wissen wir nämlich nicht genau wann die Eizellen aus den Eierstöcken freikommen. Laut Aussage mancher Forscher können Deckungen die resultieren in einer Trächtigkeit im Extremfall sogar stattfinden 5 Tage vor bis 5 Tage nach der Eierentwickelung. In der Praxis nehmen wir jedoch an, dass die Trächtigkeit beginnt ab dem Tag der ersten Deckung. Der Hund kann um das Ende der 4. und dem Beginn der 5. Woche durch eine Bauchpalpation untersucht werden. Der Platz in der Gebärmutter in der sich die Frucht entwickelt (Fruchtblase) ist in dem Stadium als harte runde Schwellungen fühlbar. Kurz danach ist dies all nicht mehr der Fall da die Menge des Fruchtwassers viel größer wird und die Wand von der Gebärmutter erschlappt. Ab ungefähr dem 40. Tag nach der Deckung können die klopfenden Herzen und/oder das pulsieren des Blutes in der Nabelschnur von den Füßen hörbar gemacht werden mit einem so genannten Doppler. Nach der 6. Woche (lieber noch etwas später, sehen Sie das Skelett der Frucht) kann ein Röntgenfoto gemacht werden. Diese letzte Methode hat als Vorteil dass gleichzeitig die Anzahl der zu erwartenden Welpen festgestellt werden kann. Gegenwärtig machen sehr viele Tierärzte auch eine echographische Untersuchung, wobei der Inhalt der Gebärmutter sichtbar gemacht wird. Dies kann ungefähr ab der 3 ½ Woche nach Deckung Aufschluss geben. Eine Zählung von der Anzahl der Welpen ist dabei im Prinzip möglich, aber bei einer großen Anzahl von Welpen bis jetzt sehr ungenau.
Wie lange dauert die Trächtigkeit
Um beizeiten die nötigen Vorbereitungen für die Geburt treffen zu können, sollte der Eigner merken wann der Hund “erschöpft” ist. Auch hier tut sich wieder das Problem auf, das wir in den meisten Fällen nicht genau wissen wann die Trächtigkeit nun eigentlich genau begonnen ist. Aber selbst falls wir das Zähldatum Einschätzen können (zum Beispiel durch Progesteronbestimmung im Blut während der Läufigkeit), bleibt eine auffallend große Ungenauigkeit bestehen in der Dauer der Trächtigkeit beim Hund. Gerechnet vom Tag der ersten Deckung kommen wir auf gemittelte 62-63 Tage, mit einer Ausbreitung die von ab 56 bis 70 Tage. Die Anzahl der Welpen scheint der wichtigste Faktor der diese große Ausbreitung zu sein, obschon manch ausländischer Forscher anders darüber denkt. Sehr große Würfe werden in der Regel kürzer getragen, kleine Würfe meistens, aber nicht immer, viel länger (diese Regel gilt übrigens für alle Säugetiere die mehrere Junge zur Welt bringen). Daneben beeinflussen die Rasse, und womöglich auch die Parität (besonders bei den größeren Rassen) die Dauer der Trächtigkeit im geringen Maß. Stress arbeitet verzögernd auf die Dauer einer Geburt, aber beeinflusst die Dauer der Trächtigkeit an sich nicht.
Anzeichen einer sich nähernden Geburt
Nicht allein der Beginn einer Trächtigkeit auch der einer Geburt ist in der Praxis schwierig um es genau an zu geben. Welcher Mechanismus verantwortlich ist für den Beginn von der Geburt ist nicht bekannt; in vielen Handbüchern werden Theorien genannt die eigentlich auf andere Säugetiere zutreffender sind. Was wir wissen ist das als Folge vom noch unbekannten Triggermechanismus, die Eierstöcke von der Hündin ungefähr 24 Stunden bevor der erste Welpe geworfen wird plötzlich aufgehört wird mit der Produktion vom Schwangerschaftshormon Progesteron. Also können wir davon ausgehen das die Geburt eigentlich beinahe einen Tag am Gang ist bevor der erste Welpe geboren wird. Die Abnahme der Progesteronkonzentration im Blute geht gepaart mit einer Abnahme von der Körpertemperatur von maximal 1 bis 2 Grad. Wenn während der letzten 2 Wochen der Trächtigkeit einige Male pro Tag (am Besten immer zum selben Zeitpunkte) die Temperatur genommen wird, dann kann diese Messung doch unterscheiden zwischen einer leichten Fluktuation der Körpertemperatur die die Hündin haben kann und einem echten Abfall der Temperatur. Es ist eine Tatsache, dass nach der spezifischen Verhaltensveränderung, dies ein zuverlässiges Vorzeichen einer sich nähernden Geburt ist. Das einfallen im Kreuz (besonders bei Kurzhaarigen), heller schleimiger Ausfluss oder das erscheinen von Milch in den Brustwarzen sind was das betrifft viel weniger zuverlässig. Der Geburtsprozess wird gewöhnlich unterteilt in einer Vorbereitungsphase, der Geburtsphase und einer Ausscheidungsphase. Die Vorbereitungsphase beginnt in dem Moment in der der Hund deutliche Verhaltensveränderungen zeigt: Nestbauverhalten aus der Sicht das mit sicheren regelmäßigen Bewegungen fanatische Grabbewegungen mit der Vorderpfoten getan werden. Zeitungen oder Tücher werden in Nest oft zerrissen. Da sind diverse Zeichen der Tiere die in dieser Phase ein Loch graben. Manche Tiere kriechen zwischendurch weg in eine etwas dunklere Ecke. Eine Wurfkiste die von oben geschlossen ist, wäre darum nicht so schlecht. Daneben beginnen viele Hündinnen sich auffallend häufig zu lecken, wobei besonders die Vulva wird massiert. Nestbauverhalten treten während der Geburt, sicher in einer etwas frühen Phase, sehr oft auf mit einem sicheren Periodikum. Wir wissen inzwischen dass dies zusammenhängt mit dem Auftreten von den Wehen, die beim Hund in einem sehr frühen Stadium beginnen. Diese Wehen haben anfangs besonders die Funktion den Zervix oder Muttermund zu dehnen. Von dieser Dehnung kann man an der Außenseite sehr wenig wahrnehmen; wir wissen auch nicht genau wie lange diese Phase tatsächlich dauert. Während der Austreibungsphase verschwindet bei den meisten Tieren der Appetit. Der Drang zum urinieren und Defaeceren wird größer und tritt häufiger auf; der Faeces wird allmählich auch dünner. Es ist gut zu merken dass die Tiere diesen Drang haben und falls nötig sollten Sie einen Auslauf nach draußen geben. . Am Ende der Austreibungsphase wird die Atmung auffallend schneller und zuweilen kommt es auch zum erbrechen.
Geburtsvorgang der Welpen
In dem Moment in der die Wehe kommt beginnt die Hündin mit den Bauchmuskeln zu pressen (dies ist übrigens ein echter Reflex!) es ist der Beginn der Geburtsphase. Es befindet sich ein Teil der Fruchtblase oder ein Teil vom Welpen selbst in der Beckenhöhle. Während einer Wehe wird einige male gepresst. Hierbei hält die Hündin den Schwanz hoch wodurch der Raum in der Beckenhöhle vergrößert wird. Während des Pressens liegt die Hündin meistens und wird sich mit den Pfoten probieren ab zu setzen. Zuweilen wird auch in gebückter Haltung oder sogar selbst im Stehen gepresst. Es ist von größtem Interesse dass der Eigner während der Geburt dabei ist. Die Tiere fühlen sich dann viel wohler. Das ist naturgemäß allein der Fall wenn der Eigentümer selbst auch ruhig bleibt, nicht in Panik gerät und besonders viel Geduld hat. Unruhe und Stress rund um die Geburt sollten immer vermieden werden. Der Platz an der die Wurfkiste oder Korb aufgestellt ist muss darum auch nicht stets verändert werden. Es sind übrigens zahllose Beschreibungen von Geburten in der Literatur zu finden über lange anhaltende Stagnationen im Geburtsprozess bei Abwesenheit vom Herrchen oder Frauchen. Neben dieser Ruhe gebenden Rolle hat der Eigentümer auch eine bewachende Funktion. Um bei eventuellen Probleme so genau als möglich Information an den Tierarzt geben zu können, wird empfohlen von jeder Geburt ein kurz geschriebenes Protokoll zu erstellen, worin folgende Zeitpunkte notiert werden: wann begann die Hündin erstmalig mit pressen, zu welcher Zeit wurden die Welpen geboren; wann taten sich Einzelheiten hervor. Gut wahrnehmen, dabeibleiben und nicht zu schnell eingreifen sind die drei wichtigsten Aufgaben für den Eigentümer! Es ist klar dass man das Flies vom Kopf des neugeborenen Welpen entfernen will falls es zu lang sitzen bleibt, aber dafür muss der Welpe nicht aus dem Wurf geholt werden. Eine wichtige Frage ist natürlich wie lange die Pause zwischen zwei aufeinander folgenden Wehen dauern darf, bevor von einem unnormalen Verlauf gesprochen werden kann. Beim ersten Welpen wird oft lang gepresst; es muss ja noch der Geburtsweg gedehnt werden. Vorausgesetzt, dass deutliche Fortschritte im Austreiben wahrnehmbar sind (das Gebiet zwischen After und Vulva beginnt deutlich dicker zu werden, die Fruchtblase oder Fruchtteile werden sichtbar) darf dieses pressen beim ersten Welpen maximal eine Stunde dauern. Gemittelt verstreichen bei der Geburt von zwei Welpen ungefähr 45 Minuten aber in der Praxis kann der Abstand viel größer sein. Über kürzere Zwischenzeiten müssen wir uns natürlich keinen Kopf machen; bei längeren Pausen ist es von größtem Interesse zum merken ob schon oder noch nicht gepresst wird. Eine Pause von 2-3 Stunde ohne pressen ist nicht unnormal. Besonders bei sehr großen Würfen kann da wohl mal eine längere Pause vorkommen in der die Hündin selbst in einen Schlaf fällt. Wenn jedoch auf einen zweiten oder späteren Welpen länger als eine halbe Stunde, regelmäßig oder dauernd gepresst wird, dann sollten Teile der Frucht äußerlich sichtbar geworden sein und mit ein bisschen Hilfe kann dann probiert werden die Geburt zu beschleunigen. Die eigenmächtige Gabe von Wehen stimulierenden Mitteln durch den Eigentümer sollte vermieden werden, eine klinische Untersuchung durch den Tierarzt sollte vorgezogen werden. Gemittelt werden etwas mehr Welpen in Kopflage als in Steißlage geboren; wie dies kommt wissen wir nicht. Bei der Kopflage sind die Vorderfüße meistens nach hinten geschlagen und liegen gegen den Körper an. Bei Steißlage werden die Hinterpfoten die nach hinten gestreckt sind als erstes sichtbar, aber sie können auch nach vorn gefaltet sein so dass eigentlich das Schwänzchen zuerst zum Vorschein kommt. Hierbei kann der Umfang des Hinterteiles bei einigen (meistens bei den etwas größeren) Welpen solch einen Umfang haben dass die Geburt bei dieser Form der Steißlage mühsam verläuft. Die Nachgeburt wird zusammen mit dem Welpen ausgebracht oder bleibt am Rand des Beckeingangs während der Geburt hängen. Es kommt auch vor das erst der folgende Welpe geboren wird bevor die Nachgeburt des ersten Welpen heraus kommt. Die Nabelschnurverbindung wird in den meisten Fällen gleich nach der Geburt von den Welpen getrennt, was nicht sagen soll dass der Welpe nicht bis zum letzten Moment Sauerstoff und Kohlensäure als Zu- und Abfuhr von der Plazenta erhält. Die Hündin beißt die Nabelschnur durch oder diese bricht durch Bewegungen der Hündin oder der Welpen spontan ab. Wenn die Plazenta gleichzeitig mitkommt, dann beginnt die Hündin diese direkt auf zu essen und endet dann von selbst bei der Bauchwand des Jungen. Die komplette Geburt kann also viele Stunden dauern. Der gesunde, lebhafte Welpe wird kurz nach der Geburt probieren zu trinken. Es ist wahrscheinlich, aber nicht echt bewiesen, dass dieses Trinken einen günstigen Verlauf hat auf die Geschwindigkeit der Geburt. Auch hier gilt dass das Sorge tragen für die nötige Ruhe eigentlich das wichtigste ist.
Veterinäre Aspekte einer normalen und unnormalen Trächtigkeit und Geburt.
Ein Tierzüchter/Eigner bekommt gewöhnlich leider nicht allein zu machen mit problemlos verlaufenden Austragungsperiode und Geburten bei seiner Hündin, früher oder später auch mit einem abweichenden Verlauf. Um den ganzen Vorgang von Trächtigkeit, Geburt und Zaugperiode gut begleiten zu können, ist es wichtig folgendes zu wissen:
a) wann und wie man als Tierzüchter selbst hervorragend Hilfe leisten kann und
b) wann es ratsam ist den Tierarzt heranzuziehen. Was dies betrifft ist neben Erfahrung und Kenntnis von dem was als normal bezeichnet werden kann auch von großem Wert einige Kenntnisse zu haben von abweichenden Situationen. In Kürze werden einige wichtige Aspekte von Trächtigkeit und Geburten beleuchtet werden.
Hormonale Aspekte von Trächtigkeit und Geburt
Das verstehen der Trächtigkeit während einer normalen Periode einerseits und dem Geburtsprozess (Geburt) anderseits, ist sehr Komplex und von vielen Faktoren beim Hund die noch wissenschaftlich untersucht werden abhängig. Eine wichtige Rolle wird jedenfalls gespielt eine Anzahl von Hormonen (o.a. Progesteron, Oxytocine, Prolaktine, LH, Östrogen, Prostaglandinen und Catecholaminen). Das Hormon der einen zentralen Rolle spielt bei der Regulation der Trächtigkeit und des Geburtsprozess beim Hund ist Progesteron oder Schwangerschaftshormon. Es wird produziert im gelben Körper (Corpora Lutca) in den Eierstöcken der Hündin. Auffallend beim Hund ist die Ähnlichkeit zwischen dem Verlauf der Progesteronkonzentration im Blute von trächtigen und es nicht trächtigen Hündinnen nach der Läufigkeit. Vor der Läufigkeit ist die Progesteronkonzentration sehr niedrig. Rund um des Prozess des Eisprungs (Ovalution) beginnt der Blutspiegel zu steigen bis ungefähr 30 Tage nach der Ovulation, das Maximum ist erreicht, wonach wieder eine allmähliche Abnahme Platz findet. Beim nicht trächtigen Hund wird ungefähr nach 70-90 Tage nach der Ovulation wieder eine basale Progesteronkonzentration erreicht. Beim trächtigen Tier jedoch findet während der letzten 24-36 Stunden vor der Geburt vom ersten Welpen eine plötzlich starke Konzentrationssenkung der basalen Werte statt. Die ziemlich große Veränderung des Progesteronverlaufes zwischen trächtigen und nicht trächtigen Hündinnen ist eines der Gründe das eine Scheinschwangerschaft beim Hund relativ oft vorkommt. Über die Rolle der Füße und der Plazenta (Mutterkuchen) beim in Gang kommen des Geburtsprozess ist beim Hund noch wenig bekannt. Das Progesteron ist beim Hund von wesentlichem Interesse für das in Stand bleiben der Trächtigkeit. Eine endgültige Senkung der Werte bezeichnet dann auch das Ende von der Trächtigkeit! Die Entwickelung von Methoden eine Trächtigkeit künstlich zu beenden, richtet sich dann auch auf das senken des Progesterons (mittels Prostaglandinen, so genannte Rezeptorenblocker und Progesteron Syntheseblocker). Medikamente um beim Hund eine Geburt auf eine vertrauenswürdige und sichere Manier einzuleiten sind für Tierärzte noch nicht verfügbar.
Die Gebärmutteraktivität
Während der Trächtigkeit ist die Gebärmutter (Uterus) unter Einfluss von Progesteron relativ ruhig. Dies zeigt jedoch nicht dass keine Muskelaktivität vorhanden ist. Es treten ungefähr zwei Mal pro Stunde 3-10 Minuten dauernde Aktivitätsperioden auf, wobei die Gebärmutter sich ganz zusammenzieht. Während des Tages ist die Aktivität etwas höher als während der Nacht. Wahrscheinlich wird dieser Unterschied verursacht durch allerlei Stimulierungen aus der Umgebung (essen, spielen usw.). Umgekehrt beeinflussen derartige Aktivitätsphasen zuweilen auch das Benehmen der Hündin. So können wir selbst oft wahrnehmen das nachts der Schlaf zeitweilig unterbrochen wurde und die Hündin gerade etwas herumlief in dem Moment als eine derartige Gebärmutteraktivität auftrat. Während der letzten 7 Tage vor der Geburt und in verstärktem Maß während der letzten 48 Stunden tritt eine deutliche Änderung im Aktivitätsablauf auf. Es erscheinen stets mehr kurze Aktivitätsperioden, bis endlich während der Geburt kräftige, über die Gebärmutter geleitete Wehen (dauer 1-3 Minuten) sorgen für die endgültige Öffnung des Muttermundes (Zervix) unterstützt durch Bauchpressen für das austreiben der Welpen. Eine große Zunahme der Gebärmutteraktivität findet 24-24 Stunden Platz vor der Geburt. Dies fällt zusammen mit der endgültigen Progesteronsenkung, der Verhaltensveränderungen und der Körpertemperatur. Auch während der ersten Tage nach der Geburt bleibt die Gebärmutter aktiv. Dies ist eine wichtige Funktion bei der Erholung der Gebärmutter nach der Geburt und das verhüten von Gebärmutterentzündung in der Periode. Untersuchungen haben gezeigt dass der komplette Geburtsprozess einen großen Einfluss haben kann auf den Stoffwechsel des Welpen. Die meisten Welpen werden mit einer leichten bis mäßigen Übersäuerung (Acidose) von u. a. dem Blut geboren. Dies wird verursacht durch einen verminderten Gasaustausch (Sauerstoff, Kohlensäure) der die Folge ist von einem verminderten Blutkreislauf durch die relativ kurze Nabelschnur während der tatsächlichen Geburt. Das obige können wir wie einen natürlichen Vorgang betrachten; eine Regulierung tritt nach der Geburt schnell auf. Bei einem abweichenden Geburtverlauf kann der Einfluss auf den Stoffwechsel so ernsthaft werden dass es bis zum Sterben vom Welpe während oder kurz nach der Geburt führen kann (siehe weiter der Vortrag von Dr. Schaefers-Okkens).
Geburtsablauf
Wenn alles normal verläuft zeigt die Gebärmutter während der Geburt gut koordinierte Wehen die unterstützt werden durch die Bauchmuskeln. Beim zustande kommen von einer normalen Lage der Frucht während des Austreibens, spielt nicht allein die Gebärmutteraktivität eine Rolle auch die aktive Bewegung der Früchte selbst. Eine falsche Lage während der Geburt wird dann auch viel häufiger angetroffen bei Toten Welpen. Auch das austreiben vom Welpen geschieht in normaler Situation auf eine koordinierte Weise. Untersuchungen haben gezeigt das eine vernünftige Abwechslung besteht zwischen der austreiben von Welpen aus den Hörnern; nach der Geburt eines Welpen und bei Anwesenheit von ein oder mehreren Welpen in beiden Hörner wird in beinahe 80% der Fälle der nächste Welpe aus dem andere Horn vertrieben.
Einfluss der Wurfgröße und Rasse
Aus Sicht der Geburtshilfe sind die folgenden Aspekte von großer Bedeutung:
Bei großen Rassen ist bei einer richtigen Wurfgröße das gemittelte relative Geburtsgewicht eines Welpen (also das Gewicht eines Welpen) geringer dann bei kleinen Rassen.
Bei einem großen Wurf ist das gemittelte relative Geburtsgewicht eines Welpen kleiner als bei einem kleinen Wurf.
Dazu kommt noch, dass bei den meisten großen Rassen im Allgemeinen die Würfe größer sind als bei kleinen Rassen. Dies zeigt das kleine Rassen im allgemeinen mehr Geburtsprobleme haben infolge von relativ großen Welpen. Kleine Brachycephale (kurzschnäuzige) Rassen sind noch zusätzlich im Nachteil aus der Sicht der Geburtshilfe durch den weniger günstigen Bau des Welpen und zuweilen auch weniger günstigen Bau des Beckens vom Muttertier.
Unnormale Trächtigkeitsdauer
Nicht immer findet eine Geburt statt mit einer normalen Trächtigkeitsdauer. Wenn eine Geburt früher auftritt (weniger dann 59 Tage nach der erste Deckung) dann sprechen wir abhängig vom Augenblicks des Auftretens von einer Frühgeburt oder von einer Abtreibung (<54 Tage). Eine derartige Situation kommt glücklicherweise selten vor. Es können viele Ursachen zugrunde liegen, infektiöse und nichtinfektiöze. Hier wird nicht weiter auf eingegangen. Das heranziehen vom Tierarzt ist immer gewünscht. Zuweilen kann die Ursache festgestellt werden aber leider auch in vielen Fällen nicht; jedenfalls ist es gut die Hündin gründlich untersuchen zu lassen um weitere Komplikationen (z. B. eine ernsthafte Gebärmutterentzündung) zu verhüten. Eine zu langwierige Trächtigkeitsdauer (Schwangerschaft prolongata (Übertragung) kommt häufiger vor. Lässt die Geburt zu lang auf sich warten, dann besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit auf zu große Welpen. Besonders bei kleinen Würfen (kleine Rassen) ist dies, weil das gemittelte relative Geburtsgewicht ohnehin größer ist, eine wirkliche Gefahr. Außerdem besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit auf absterben der Frucht. Zu langes warten oder Eingreifen kann also zuweilen Probleme liefern. Wann ist es ratsam um einzugreifen? Dies ist teils abhängig von der Vorgeschichte sowie dem Verlauf von vorigen Geburten. Gebräuchlich ist es jedoch bei Würfen von 3 Welpen oder weniger zu warten bis zum 67. Tag. Sicher sollten Sie bei kleinen Rassen nicht länger warten. Wenn feststeht das sich mehr als 3 Füße in der Gebärmutter befinden dann kann abhängig anderen Umstände, gewartet werden mit der Therapie bis zum 70. Tag. Leider ist das anregen einer Geburt momentan noch nicht möglich. Darum ist der Kaiserschnitt meistens unvermeidlich.
Abweichender Geburtsverlauf
Wann ist die Rede von einem abweichenden Geburtsverlauf (Dystokie) und muss Hilfe in Anspruch genommen werden? Von Dystokie kann Rede sein oder ist die Rede: wenn eine deutliche Ursache festgestellt ist, wie eine verkehrte Lage eines Welpen, ein viel zu großer Welpe oder eine Becken Abweichung (nahezu immer diagnostiziert durch den Tierarzt). wenn mehr als 30 Minuten kräftig und häufig gepresst wird ohne Fortschritt. Beim ersten Welpe des Wurfes kann das zuweilen etwas länger dauern (bis ungefähr zu einer Stunde). falls die Hündin schon mehr als 2 Stunde schwach presst hat und weiter kein fortschreiten in Sicht ist. wenn nach der Geburt eines Welpen 2-3 Stunden nicht mehr gepresst wird. Es kann auch sein das sich kein Welpen mehr in der Gebärmutter befindet. bei Krankheitsbildern (einige Malen erbrechen ist meistens nicht abweichend während das Geburtsprozess). wenn ein unerklärlicher Ausfluss aus der Scheide (Vagina) kommt. Ein dicker grünschwartzer zähflüssiger Ausfluss kann auf Tote Welpen deuten. Dieser Ausfluss ist meistens die Folge von gelöster Plazenta. Viel Blutverlust ist naturgemäß auch abweichend. Stinkender Ausfluss ist immer verkehrt! Das verdeutlicht das zu spätes Eingreifen verkehrt ist; anderseits kann ein zu frühes eingreifen den Geburtsprozess ebenfalls unnötig nachteilig beeinflussen. In obigen Situationen ist es ratsam telefonisch Kontakt mit dem Tierarzt aufzunehmen. Es kann nötig sein die Hündin einer körperlichen Untersuchung zu unterziehen. Falls in einigen der genannten Situationen Fruchtteile in der Scheide sichtbar sind, kann ein etwas mehr erfahrener Tierzüchter, nach gründlicher Reinigung seiner Hände und der Haare und der Haut rund um die Scheidenöffnung (Vulva) der Hündin, eventuell selbst Hilfe leisten. Hierzu wird mit zwei Fingern (glatt gemacht mit eine neutralen Creme) während des Pressen der Hündin, möglichst, geringe Zugkraft beim Welpen ausgeübt. Halt kann mit zwei Finger bei einer Kopflage gefunden werden hinter dem Köpfchen und bei einer Steißlage hinter den Hacken des Welpen. Es versteht sich vonselbst das Starkes ziehen unnötigen Schaden anrichten kann! Die Anwesenheit eines Teiles eines Welpen in der Scheide verrät sich meistens durch anheben der Haut zwischen After und Vulva. Der gestörte Geburtsverlauf kann Primär- verursacht werden durch Abweichungen an der mütterlichen Seite (Dystokie materna) oder der Fötusseite (Dystokie foetalis) oder durch eine Kombination von diesen Faktoren.
Mögliche Abweichungen von Seiten der Mutter
hierzu gehören: Wehenschwäche ein zu aktive Gebärmutter. Dies bedeutet im Gegensatz zu dem was gedacht wird die Austreibung des Welpen weil die Aktivität nicht mehr gut koordiniert verläuft. Die totale Gebärmutter zieht sich verkrampft zusammen. Infolge hiervon können durch Sauerstoffmangel, verursacht durch eine verschlechterte Durchblutung der Plazenta, die Füße ernsthaft in Schwierigkeiten geraten. Unsachgerechtes verabreichen von Hormon Oxytocine ist hier oft die Ursache. Dies bedeutet dass sie verabreicht wurden ohne vorhergehende klinische Untersuchung, eine verkehrte Indikation oder in einer zu hohen Dosierung. Ein Missbrauch von Oxytocine kann nicht allein die Früchte gefährden, es ist gleichzeitig belastend und zuweilen gefährlich für die Mutter! Abweichungen am Becken. Dieses sehen wir zuweilen nachdem die Hündin als Folge eines Traumas (ein Bruch) ein verunstaltetes Becken bekommen hat. Nicht immer ist der Geburtsweg durch das Becken dann noch weit genug. Im der Vergangenheit war die s. g. Englische Krankheit die Ursache eines verunstalteten Beckens. eine abweichende Lage (Drehung ungefähr Längsachse) der Gebärmutter. Dies kommt selten vor, aber ist eine ernsthafte Drohung für Föten und Mutter weil ein Teil der Gebärmutter abgeschlossen wird. Die Diagnose ist für den Tierarzt nicht immer einfach zu stellen. Abweichungen vom Muttermund oder der Scheide. Zum Beispiel ein schlecht schließender Muttermund oder eine ungenügende Lockerung des Geburtsweges. Wehenschwäche kann o.a verursacht werden durch Unruhe und Stress für die Hündin. Auch ein längerer Geburtsprozess kann zur Wehenschwäche führen. Eine Komplikation kann also teils verhüten werden allein um dadurch zu sorgen das Unruhe und Stress für die Hündin vermieden wird. Der Tierarzt wird diese Komplikation oft behandeln durch Verabreichung von einer niedrigen Menge Oxytocine und einem Calciumpraparat. Kalzium spielt eine große Rolle bei der Muskelaktivität von der Gebärmutter.
Mögliche Abweichungen auf der Seite des Fötus
hierzu gehören o.a:
zu große oder relativ große Früchte (sehe hierfür das Kapitel Wurfgröße und Rasse) abweichend geformte Füße (unter anderem s.g. Monster) abweichende Lage (Querlage, Seitenlage, Rückenlage, abweichende Lage von Gliedmaßen oder Kopf wie ein zurück geschlagener Kopf oder eine Scheitellage). Wie schon vorher gesagt wird eine abweichende Lage eher entstehen wenn der Fötus tot ist während die Geburtsprozess einsetzt. Es soll deutlich sein das, falls von einer abweichenden Lage Rede ist, der gebrauch von Oxytocine meistens ernsthafte Folgen haben kann. Abhängig von den Umständen sind mache abweichenden Lagen durch einen Tierarzt wieder gut zu legen (zu zurückbringen). Bei einer Anzahl Situationen können hierbei Geburtshelfer Instrumente gebraucht werden (z. B. die Forceps (Geburtszange). Bei einer beschränkten Anzahl von Situationen kann falls da Rede von ist eine tote Frucht die nicht normal ausgetrieben werden kann und durch die Scheide noch gut mit den Fingern zu erreichen ist, eine s. g. foetotomie ausgeführt werden. Die Frucht wird mit Instrumenten verkleinert und extrahiert. Hierdurch kann zuweilen ein Kaiserschnitt verhüten werden.
Der Kaiserschnitt
Die Technik des Kaiserschnittes (Kaiserschnitt) wird hier nicht beschrieben. Während des Vortrages wird hierüber ein Film gezeigt. Die meisten Indizien um eine Kaiserschnitt auszuführen sind hierfür schon früher angegeben. Der Eingriff wurde schon in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts (als mehr Verständnis entstand für die Hygiene rund um chirurgische Eingriffen) ein paar Mal beim Hund ausgeführt. Die Aussichten waren jedoch für die Mutter und die Welpen meistens sehr schlecht. Gleich nach dem zweiten Weltkrieg sind die Ergebnisse dank der Einführung vom Chemotherapeutika und Antibiotika und der verbesserten Operations- und Narkosetechniken erheblich verbessert geworden. Gegenwärtig ist die Prognose für Hündin und Welpen meistens gut. Dank des Kaiserschnittes kann dann auch viel Unannehmliches und selbst Leiden verhütet werden. Es geht jedoch viel zu weit die Operation als einen Routine Eingriff zu sehen wobei sicher auch mehr oder weniger ernsthafte Komplikationen auftreten können! Soviel wie möglich verhüten. Ein gute Züchterunterstützung und eine gute Begleitung während der Geburt bleibt also der Auftrag.
Welpen: eine Aufgabe für Hündin und Tierzüchter
Wahl der Elterntiere
Die Basis für einen guten Wurf und somit auch für gesunde Welpen, wird gelegt beim der Wahl der älteren Tiere.
Ernährung und Bewegung
Es ist wichtig eine Überfütterung der Hündin während der Trächtigkeit und zu wenig Bewegung zu überwachen. Obwohl die Zunahme des Appetites oft in der 3. und 4. Woche spürbar ist, ist es doch ab der 6. Woche nötig auf eine ausgewogen Ernährung zu achten. Diese zusätzliche Menge Futter kann am Ende der Trächtigkeit zirka 50 % der normalen Menge betragen. Es ist jedoch von großem Interesse dieses Futter in kleineren Mengen zu geben!
Krankheitsvorsorge
Infektionskrankheiten
Welpen erhalten den größten Teil ihrer maternalen Antikörper durch die Kolostralmilch. Nur eine geringe Menge wird durch die Plazenta (Mutterkuchen) übertragen. Um die Welpen während der ersten Lebenswochen zu beschützen, ist es notwendig, dass in der Kolostralmilch genügend Antikörper ausgeschieden werden. Es ist darum wichtig dass das Muttertier gut geimpft ist. Es ist aus diesem Grunde wichtig die Impfen gegen o. a. Staupe, HCC- und Parvovirus regelmäßig zu wiederholen. Abhängig vom Impfstoff müssen diese Impfungen jährlich oder alle zwei Jahr wiederholt werden. Die Impfung gegen Parvovirus verdient spezielle Aufmerksamkeit. Falls die Hündin noch während der Trächtigkeit ( 7. Woche) geimpft werden muss, verdienen unwirksam gemachte Impfstoffe den Vorzug.
Parasiten
Durch einen guten Schutz bei der Hündin sind allgemeine Parasiten wie Flöhe, Ohrmilben usw. kein Problem während der Schwangerschaft. Ein einzelnen Platz nehmen die Spulwürmer ein: die Larven werden während der Trächtigkeit aktiviert. Sie können die Plazenta passieren und so schon 14 Tage nach der Geburt als erwachsene Spulwürmer sich im Darm der Welpen befinden. Durch die Kolostralmilch findet nur eine leichte Ansteckung Platz. Eine Entwurmung der Hündin während der Trächtigkeit ergibt jedoch kein Ergebnis, weil die Larven nicht getötet werden. Ernsthafte Probleme werden jedoch verhütet wenn 2 Wochen alte Welpen entwurmt werden.
Der Welpe während der Geburt
Eine flott verlaufende Geburt ist von primären Interesse für die Welpen. Ein großer Teil der Welpensterblichkeit findet nämlich statt während oder am ersten Tage der Geburt, oft infolge von Geburtsproblemen. Auf das Begleiten der Geburt wird jedoch nicht weiter eingegangen. Der Liegeplatz der Hündin, die Geburt geschieht vorzugsweise in einer Wurfkiste in der die Hündin schon einige Zeit zuvor gewohnt ist. Hierfür kann eine niedrige Form gewählt werden. Dies ist eine Kiste mit aufstehenden Rändern. An einer Seite muss die aufstehende Seite nicht zu hoch sein, so dass die Hündin, auch mit einem schwern Euter, gemütlich in und aus der Kiste kann, doch auch nicht zu niedrig damit die Welpen nicht heraus können. Auch kann eine geschlossenes Model genommen werden deren Deckel entfernt werden muss, während an der Vorderseite eine Öffnung ist aus der die Hündin ein und aus kann. Dieses geschlossene Model fördert die Ruhe im Nest. Der Boden der Wurfkiste muss bedeckt sein mit einem Moltontuch, gerippten Karton, Laken oder Zeitungen. Es ist nämlich wichtig, dass die Kiste häufig sauber gemacht wird. Hygiene!
Temperatur der Umgebung
Welpen sind besonders in den ersten Lebenstagen äußerst empfindlich gegen die Temperatur ihrer Umgebung (siehe auch unter normale Habitus und Entwicklung). Bei und nach der Geburt unterliegen sie einem unterschied an Körpertemperatur (Hypothermie) dadurch dass sie nass sind. Je schneller die Mutter sie trocken leckt und sie an der Mammae (Brust) liegen, je kürzer ist diese Periode von Hypothermie. Am Ende von einer längeren Geburt können besonders die Erstgeborenen Jungen einfache Abkühlungsperiode durchstanden haben. Es scheint dass eine Hypothermie bei Neugeborene Welpen vermieden werden kann bei einer Temperatur von 29-32? (Gemessen in der nächsten Umgebung der Welpe!). Im Nest selbst sollte die Temperatur jedoch für das Muttertier nicht unbehaglich warm sein. Durch eine örtliche Zusatzheizung, z.B.. Ein Krug mit Wasser von ± 40 kann die Temperatur erhöht werden. Die Notwendigkeit um nach der Geburt noch zusätzlich eine Wärmequelle aufzustellen ist abhängig von der Umgebungstemperatur (die innerhalb einer gut isolierten Wurfkiste erheblich höher sein kann als außerhalb) und vom Verhalten der Mutter und auch von der Anzahl Jungen. Amerikanische Empfehlungen nennen Umgebungstemperaturen von 24-27 Grade (in der nächsten Umgebung vom Wurf). Gesunde Welpen quietschen als sie es zu kalt haben und suchen dauernd eine Wärmequelle. Mutterlose Welpen müssen die ersten 4 á 5 Tage bei einer Umgebungstemperatur von 29-32 gehalten werden die allmählich abnimmt auf:
2. Woche 26-29 Grade
3. Woche 23-26 Grade
4. Woche 23 Grade
Postnataler Verlauf und Sorge
Wenn die Jungen geboren sind, wird das Vlies im Allgemeinen durch die Mutter entfernt und die Nabelschnur wird durchgebissen, während sie gleichzeitig die Nachgeburt nach herauszieht und aufisst. Es ist nicht anzuraten das die Hündin zuviel Plazenta isst, es kann Durchfall zur Folge haben. Das Muttertier entfernt zuweilen das Vlies nicht z.B. durch Unerfahrenheit bei primiparae oder durch ein schlecht schließendes Gebiss wie bei brachycephalen Hunden. In diesem Fall muss der Tierzüchter die Häute entfernen, die Nabelschnur durchtrennen und die Jungen gut trocken reiben. Wenn die Nabelschnur zu dicht abgetrennt wird, kann ein Riss im Bauchfell auftreten, wodurch die Därme nach außen treten können. Falls nötig werden am Ende einer Geburt alle Nabelschnüre auf ungefähr 1½ - 2 cm gekürzt, da die Gefahr eines ineinander Flechtens besteht. Regelmäßig kommt es vor das Welpen geboren werden mit Atemnotsproblemen (Asphyxie) und mit einem Defizit an Sauerstoff (Anoxaemie). Dies kann eine Folge sein von verminderte oder schlechter Plazenta Ablösung während der Geburt. Derartige Welpen scheinen oft “übersäuert” zu sein und einen zu niedrigen PH-Wert zu haben sowie eine stark gesenkte “Basenabweichung”. Diese Übersäuerung ist sowohl eine Folge von Atemnot als indirekt auch vom Metabolismus (Stoffwechsel). Es ist darum von großem Interesse die Atemwege von Schleim zu befreien. Hierzu kann ein Schleimsauger oder ein dünner Schlauch benutzt werden. Gleichzeitig ist das Lecken vom Muttertier ein guter Anreiz die Atmung zu stimulieren. Nahezu immer wird normalerweise eine Hypothermie innerhalb von 10 -40 min. nach der Geburt auftreten. Diese Abnahme von der Körpertemperatur soll den Stoffwechsel senken, was ebenfalls eine positive Wirkung auf die Übersäuerung hat. Diese Hypothermie beschützt so die Welpen wirksam gegen Asphyxie (Atemstillstand), stimuliert die Atmung und die respiratorische Komponente der Übersäuerung kann repariert werden während der Stoffwechsel gesenkt ist.
Normales Verhalten und Entwicklung des Welpen
Welpen kommen noch sehr unreif auf die Welt. Hier werden einfache wichtige Vorbilder gegeben. Der Herzschlag bei Welpen ist sehr häufig: erster Tag ± 160 Schläge per min., 2-14 Tage ± 220 und nach 3-5 Wochen ± 200. Die Atmung: erster Tag 10-18 Atem Wiederholungen per min., danach 16-32. Der Hämoglobingehalt: nach der Geburt ± 16.8 gr% er sinkt bis 8.0 gr% in der dritten Woche nach der Geburt ab. Eine Zunahme des Hämoglobingehaltes kommt wieder im zweiten Lebensmonat. Die Temperaturregulation: der erwachsene Hund ist homöotherm (gleich warm). Das Tier kann seine Körpertemperatur konstant halten, auch wenn die Umgebungstemperaturen anders sind. Er hält in einer kalten Umgebung seine Temperatur konstant dadurch dass er seinen Stoffwechselprozess erhöht durch Vasoconstriction (Gefäßverengung). Die Jungen reagieren teilweise als poikilotherme(wechselwarm) Tiere. Diese nehmen die Temperatur von der Umgebung an. Der Huiverreflex entwickelt sich ungefähr am sechsten Tag. Welpen können die Umgebungstemperatur sinnlich wahrnehmen und suchen diese Wärmequelle mit Bewegungen die durch Reflexe gesteuert werden. Die natürlichste Wärmequelle ist das Muttertier und diese Wärme wird von den Jungen festgehalten durch das zusammen kriechen. Ein normal reagierendes Muttertier sorgt dafür dass ihre Jungen warm bleiben und holt verirrte Welpen zurück. Bei einer zu niedrigen Umgebungstemperatur oder ungenügender mütterlicher Sorge muss zusätzlich gewärmt werden, z. B. durch eine Heizlampe oder eine Bodenheizung.
Aufpassen auf Ausreißer! Wenn die Temperatur zu hoch wird, über 32 Grad, hat der Welpe schnell Schwierigkeiten. Ein Welpe hat am ersten Tag eine Temperatur von ungefähr 35,5. Jeden Tag wird diese Temperatur etwas höher, so dass er auf am siebten Tag ungefähr eine Temperatur von 37,5 hat. Die ersten Tage ist ein Welpe schnell Hypotherm. Diese Hypothermie ist ein Symptom, das häufig bei Krankheiten oder anderen Abweichungen, wie ungenügende Mutterliebe, zu wenig Milch von der Hündin, zu kalter Raum usw. auftritt.
Sinne und Nervensystem
Die Augen gehen meistens auf zwischen dem 10. und 14. Tag nach der Geburt (9-19). Der Gehöhrgang geht ungefähr zur selben Zeit auf. Das Nervensystem ist noch sehr unreif. Die ersten Tage zeigen die Welpen bei gestrecktem Nacken ein Biegung der Hinterbeine und der Wirbelsäule (beim Mensch wird an ein Überbleibsel der Fötushaltung gedacht). Schon nach dem 3-4 Tag geht diese Biegung über in ein strecken der Gliedmaße und der Wirbelsäule. Ein sehr wichtiger Reflex tritt auf bei der Reizung vom anogenitalen Gebiet. Wenn die Hündin dieses Gebiet leckt, wird der Welpe seinen Urin und seine Entlastung machen. Es ist also lebenswichtig dass der Mensch diese Stimulans oder diesen Reflex übernimmt wenn die Hündin dies nicht macht.
Das Absteigen der Testikel
Bei der Geburt liegen die Testikel (Hoden) im Leistenring oder in der Bauchhöhle und sinken im Allgemeinen innerhalb von 4 Wochen nach der Geburt ab in das Scrotum.
Verpflegung und Ernährung der Jungen
Die ersten Wochen ist dies die Aufgabe vom Muttertier. Die Umgebung vom Wurf muss auf folgendes kontrolliert werden: Temperatur, Hygiene und besonders nach genügend Ruhe. Wachen Sie darüber dass die Ruhe nicht gestört wird durch zuviel Interessenten (die außerdem Infektionen einbringen können). Es ist nicht günstig für die Jungen und kann bis zur unerwünschten Abneigung bei der Mutter führen mit der Chance dass die Jungen verschleppt werden und dadurch abkühlen. Weiter ist es von großem Interesse dass der Wachstumsverlauf kontrolliert wird. Obwohl Benehmen und Habitus des Welpen (Bauchumfang, Fell, Temperatur, Farbe, usw..) wichtige Kriterien sind für eine gute Gesundheit und Entwicklung, ist es wünschenswert die Welpen regelmäßig mit einer Diätwaage zu wiegen. Man wiegt die Welpen direkt nach dem Trockenlegen oder Trockenreiben. Notieren Sie dieses. Danach wird der Welpe 12 Stunden später wieder gewogen und später 1 x pro Tag stets um dieselbe Zeit. Nach einer Woche kann der Intervall vergrößert werden. So erhalten Sie eine zuverlässige Information über den Zustand der Tiere und kranke oder ungenügend wachsende Welpen werden so schnell erkannt. Bei einem normalen Verlauf gibt es keine Gewichtsabnahme nach der Geburt. Geburtsgewicht und Gewichtszunahme sind stark abhängig von der Größe der Rasse. Wurfgröße und Ernährung können das Wachstum deutlich beeinflussen. Das Abnehmen vom Wachstum (=Stagnation) ist oft das erste Symptom von Problemen. Hierdurch wird man früh gewarnt und somit können rechtzeitig Maßregeln genommen werden. Man kann selbst mittels dieser Kontrollen auf den ersten Tag eine Risikogruppe identifizieren (durch niedriges Geburtsgewicht und mehr dann 10% Gewichtsverlust in den ersten 12 - 24 Stunden). Durch Beifutter und andere Maßregeln kann der Verlust an Welpen erheblich vermindert werden. Wenn Welpen krank sind oder ungenügende Mutterliebe erhalten werden sie schnell Hypotherm. Hypotherme Welpen sind unruhig, quietschen, nehmen nicht an Gewicht zu oder fallen ab. Die Herzfrequenz kann von 220 abnehmen bis auf 40 - 50 Schläge per Minute. Der Turgor wird je länger es dauert um so schlechter, dadurch das sie ungenügend saugen. Hierdurch werden sie auch Hypoglykämisch (Defizit an Glucose). Im Endstadium schwächt das quietschen ab, bis sie reglos liegen, ab und zu noch atmen (eigentlich mehr nach Atem beißen). Es geht den Welpen nicht gut wenn sie ein Bild von Hypothermie zeigen, das Wachstum stagniert, es muss natürlich versucht werden die Ursache aufzuspüren. Diese Ursache kann z. B. ein krankes Muttertier sein. Zuweilen werden Hündinnen in der Zeit nach der Geburt krank als Folge eines zurückgebliebenen Welpen und/oder Plazenta, eine Gebärmutterentzündung oder eine Milchdrüsenentzündung. Es ist also sinnvoll aufmerksam zu sein wenn die Hündin Krankheitsbilder zeigt (Temperaturerhöhung, träge, fieser Vulvaausfluß usw.). Es ist jedoch vernünftig ohne die Ursache der Wachstumsstagnation zu kennen, die Welpen beizufüttern. Hierfür können am besten fabrikmäßig bereite Milchersetzende Präparate benutzt werden wie z. B. Esbilac® oder Welpenmilch von Denkadog®. Kuhmilch ist nicht geeignet, weil diese einen viel zu niedrigen Gehalt an Energie und Eiweiß hat als Hunde- und Katzenmilch. Stirbt die Mutter bei der Geburt, dann ist es besonders wichtig die Jungen zu wärmen und wenn kein Milchersatzfutter vorhanden ist ihnen Glucose zu geben (5-10% Lösung). Der Wasserbedarf von Welpen wird geschätzt auf 180 ml/kg. per Tag; der Wasserbedarf ist mindestens 2 X so groß als bei erwachsenen Tieren. Der Energiebedarf der Welpen wird angeben mit einer Steigung von ca. 130 - 140 kcal/kg pro Tag in der ersten Lebenswoche bis 200 - 220 in der 4. Woche. Im Allgemeinen ist bei der Ernährung von mutterlosen Jungen zu empfehlen anzustreben den Wachstumsverlauf auf die gemittelte Wachstumskurve der Rasse zu bringen oder etwas darunter. Die Menge Milchersatzfutter die per 24 Stunden berechnet wird, wird in erster Linie nach dem Feuchtigkeitsbedarf berechnet.
Zum Beispiel:
Welpe 330 Gramm Hündin 20 kg Feuchtigkeitsbedarf 1/3 x 180 ml = 60 ml
Milchersatzfutter enthält jedoch auch Trockensubstanz (zirka 20-30%). Darum muss vom Milchersatzfutter mehr dann 60 ml z. B. 80 ml verabreicht werden.
Dies bedeutet für einen Welpen der keine Nahrung mehr von der Hündin erhält:
8 x 10 ml per 24 Stunde. Anhand von der Wachstumskurve können die Häufigkeit des Fütterns und die Menge bestimmt werden.
Die Ernährung kann am besten mit einer Magensonde verabreicht werden. (Injektionsspritze oder Sonde). Auch ein Eigner kann eine Magensonde bequem einbringen. Es ist eine effektive Art, was wichtig ist, 8 x per Tag die Welpen füttern; man kann die Dosis genaue verabreichen und eine Lungenentzündungen infolge von verschlucken kommt nicht vor, was mit einem Sauger bei Flaschennahrung der Fall sein kann. Die Magensonde muss schon sehr biegsam und dünn sein (Nelathon Katheters, Firma Rüsch, ch. 6). Nach jeder Fütterung werden Bauch und Perineum (Darm) massiert, so dass der Welpe uriniert und Koten kann.
Wichtigste Krankheits- und Todesursachen beim Welpen von der Geburt bis zum Alter von 3 Monaten
Untersuchung nach dem Tod (Autopsie oder Nekropsie genannt) kann einen wichtigen Beitrag liefern für die Stellung der Diagnose bei Welpensterblichkeit. Besonders bei sehr jungen Welpen kann eine derartige Untersuchung nützlich sein, da sie oft wenig klinische Symptome zeigen. Beim Sterben von Welpen ist es wichtig zu erkennen woran das Tier gestorben ist. War die Ursache ein individuelles Problem oder eine infektiöse Krankheit. Sowohl für den behandelnden Tierarzt als auch für den Pathologen ist es sehr wichtig die Krankheitsgeschichte vom Welpen vom Halter zu erfahren. Auch Daten über der Hündin sind wichtig. Die gemittelte Sterblichkeit in Prozenten von Welpen sind 20-30%. Die meisten Todesfälle treten auf während der ersten Lebenswochen, hiernach tritt eine starke Abnahme der Todesfälle auf. Nach 4 Wochen gibt es wieder eine Steigung. In diesen 3 Perioden sehen wir einen deutlichen unterschied in den Ursachen der Krankheit und des Sterbens. In der ersten Woche sind es oft Faktoren die zu tun haben mit Probleme rund um die Geburt. In der 2. Periode haben wir viel zu tun mit bakteriellen Infektionen und in der 3. Periode mit viralen Infektionen. Eine Ausnahme hier ist die Herpes Canis Infektion die in der 2. Periode eine Rolle spielt. In der 3. Periode können auch Protozoen Infektionen (Toxoplasma, Coccidiose) und Wurminfektionen (besonders Spulwürmer) eine Rolle spielen. Angeborene oder congenitale Abweichungen, dies sind Abweichungen die schon bei der Geburt vorhanden sind und über die ganze Periode eine Rolle spielen.
Todesursachen rund um die Geburt
Sauerstoffarmut = Asphyxie (Atemstillstand).
Unterernährung
Trauma
Angeboren = congenitale Abweichung
Sauerstoffarmut
Sauerstoffarmut ist eine der größten Todesursachen bei Welpen. Dies kann vor und während der Geburt auftreten, die Folgen davon können auch noch nach den ersten Tagen nach der Geburt auftreten. Ursachen für eine Sauerstoffarmut beim Welpe sind z. B. zu langwierige Geburten, frühzeitiges lösen der Fruchtblase, zu wenig Blutzufuhr nach dem sich der Welpe noch im Vlies befand.
Unterernährung
Neben der Sauerstoffarmut ist Unterernährung eine wichtige Todesursache in der ersten Woche nach der Geburt. Die Unterernährung des Welpen kann schon vor der Geburt auftreten, o.a. als Folge von schlechter Ernährung bei der Hündin, zuviel Welpen und einer Placentaveränderung. Diese Tiere werden mit einem zu geringem Körpergewicht geboren. Die Energiereserven (Glykogen) von verschiedenen Organen ist dabei zu niedrig, wodurch auch im Blut zu wenig Zucker vorhanden ist (Hyperglykomie). Die Energiereserven bei der Geburt sind sehr wichtig, weil es einige Tage dauert bevor diese Reserven ergänzt werden durch Ernährung. Auch nach der Geburt kann Unterernährung auftreten. Dies sehen wir oft bei zu früh geborenen Welpen, aber manchmal auch bei normal geborenen Welpen o.a. Bei viel Welpen im Wurf und zu wenig Milch von der Hündin oder eine unruhige Hündin. Gleichzeitig kann dies eine Folge von Sauerstoffarmut des Welpen bei der Geburt sein. Diese Welpen sind oft schlapp und können nicht trinken. Auch kann die Umgebungstemperatur eine Rolle spielen. Liegen die Welpen zu kalt, dann können sie ihre Körpertemperatur nicht auf Pegel halten und werden schlapp und können nicht mehr trinken.
Angeborene Abweichungen
Angeborene Abweichungen sind bei der Geburt vorhanden. Sie können aber müssen nicht Erblich sein. Bei den meisten Rassen kommen Erbliche und Angeborene Mängel vor. Angeboren Abweichungen müssen nicht zum Tod führen mit einer Anzahl können die Tiere alt werden. Es ist jedoch nicht ratsam, das Erbabweichungen in einer Rasse gezüchtet werden denn dadurch wird die Qualität der Rasse herabgestuft.
Infektiöse Ursachen
In den ersten 4 Wochen nach der Geburt spielen besonders nach den angeborenen Abweichungen die infektiösen Krankheiten eine Rolle, bakterielle Infektionen und die Herpes canis Infektion. Infektiöse Krankheiten treten besonders auf wenn mehrere Tiere zusammen gehalten werden. Die Welpen können auf verschiedene Wege infiziert werden, o.a. in der Gebärmutter, im Geburtsweg, über den Mund, durch die Luftwege, durch den Nabel und durch Verletzungen. Die bakteriellen Infektionen können eine Blutvergiftung hervorrufen wobei nahezu jedes Organ im Körper angegriffen wird. Auch können Infektionen lokalen Schaden verursachen. Hierbei können wir dann z. B. eine Darmentzündung, ein Lungenentzündung, Entzündung vom Brustvlies oder dem Bauchfell oder eine Entzündung der Leber sehen. Die Herpes canis Infektion tritt auf bei Welpen bis zu einem Alter von 3 Wochen. Das Virus vermehrt sich bei einer niedrigen Temperatur. Welpen älter als 10 Tage können ihre Körpertemperatur besser auf Pegel halten, wodurch das Virus keine oder kaum eine Chance hat. Bei einer Infektion des Herpes canis Virus sehen wir in allen Organen flüssiges Gewebe und Blutungen auftreten. Diese Infektion scheint in Holland nicht oft vorzukommen, aber in Zwingern verursacht das Virus großen Schaden, zumal da es keinen Impfstoff dagegen gibt.
Virale Infektionen
Beim Welpen kommt der Herpes canis Virus, Infektion der Staupe, ansteckende Lebererkrankung und der Parvo Virusinfektion vor. Daneben kommen noch einfache Virusinfekte vor, aber der sind äußerst selten. Staupe und die ansteckende Lebererkrankung sind im Augenblick eigentlich nicht mehr vorhanden. Die Parvovirusinfektion ist in Holland seit 15 Jahr bekannt und verursacht noch viel Welpen Sterben, trotz der Impfungen gegen diese Virusinfektion. Das Virus kann den Herzmuskel und den Darm angreifen. Das Virus vervielfacht sich durch schnell teilende Zellen. Die Herzmuskelzellen teilen bis zu einem Alter von 4 Wochen und das ist der Grund weshalb wir Herzmuskel Entzündungen (Parvo Virus) gegenwärtig nicht mehr sehen. Die Welpen haben mit dieser Lebzeit noch Antikörper von der Mutter die sie erhalten haben durch das Blut während der Trächtigkeit und durch die erste Muttermilch (maternale Antikörper). Die Welpen sind mit dieser Lebzeit noch immun für diesen Virus. Eine Darmentzündung (Parvo Virus) kommt noch sehr regelmäßig vor, auch bei geimpften Welpen. Das sind in der Regel Welpen von 6-12 Wochen. Dieses wird verursacht, dadurch das Welpen ein kurze Periode haben in der sie keine Antikörper gegen das Parvo Virus haben. Dieses ist die Periode in der sie keine maternale Antikörper mehr haben und der Immunapparat noch nicht imstande ist um gut zu reagieren auf eine Impfung. Dies ist auch wieder individuell anders.
Protozoen Krankheiten
Die wichtigste Protozoen Krankheit beim Welpen sind die Toxoplasma Infektion und die Coccidiose. Toxoplasma verursacht Entzündungen im Hirn. Coccidiose verursacht eine Darmentzündung.
Wurminfektion
Die schlimmste Wurminfektion beim Welpen ist die Spulwurminfektion. Der erwachsene Wurm richtet Schaden an im Darm, wobei die Würmer selbst eine Perforation vom Darm verursachen können. Die Larven vom Spulwurm machen ein Fahrt durch das Blut durch den Körper und können in jedes Organ, einschließlich Hirn und Auge. Dies kann dann Entzündungsherde im verschiedenen Organe verursachen.
“Fettlebersyndrom ” Syndrom
Das “Fettlebersyndrom” wird allein gesehen bei Welpen von den kleinen Rassen im Alter von 6 Wochen bis ungefähr 4 Monaten. Die Krankheit wird “Fettlebersyndrom” genannt weil sich bei dieser Krankheit das Fett in den Leberzellen erhöht. Die Ursache des “Fettlebersyndroms” ist es zu wenig oder nicht zu essen. Die Ursache des nicht oder zu wenig Essens ist oft nicht ganz deutlich, aber scheint mit “Stressfaktoren” zu machen zu haben. Diese sieht man nach Impfungen, Tätowierungen, das übergehen zu einem neuen Eigner und Änderung von Ernährung. Auch scheint die Art der Ernährung eine Rolle zu spielen. In einer kleinen Anzahl haben Welpen eine andere Krankheit, wodurch sie nicht mehr essen. Die Krankheit tritt sehr schnell auf und kann wenn keine Therapie eingesetzt wird schnell bis zum Tod führen. Durch das nicht oder zu wenig essen, sinkt der Zuckergehalt im Blut sehr schnell (hyperglykomie). Durch diesen Energiemangel wird das Fettdepot aufgebrochen und das hieraus freikommende Fett geht zur Leber die es nicht gut verarbeiten kann. Der Grund hierfür ist nicht ganz deutlich, aber man denkt dass das Enzymsystem von Welpen von kleineren Rassen noch nicht so gut entwickelt ist. Das schnelle auftreten von Hyperglykomie beim Welpen von kleinen Rassen ist eine Folge von hohem Energieverbrauch im Verhältnis zur Größe der Rasse. Der Welpen stirbt nicht an einer verfetteten Leber aber an Hyperglykomie. Klinisch wird das Bild bezeichnet durch das Träge werden vom Tier, sie scheinen Durchfall zu haben, aber die Entlastung scheint allein aus Galle zu bestehen (schleimig). Auch können die Tiere Gehirnsymtome haben in der Form von: umfallen und gegen eine Mauer laufen. Die Therapie bei dieser Krankheit ist, Zucker verabreichen und den Welpen versuchen zum essen zu zwingen, wobei die Ernährung Energie reich sein muss.