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Deutscher Boxer

Ursprungsland: Deutschland ; Verwendung: Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund Klassifikation FCI: Gruppe 2; Sektion 2,1 Molosser und doggenartige Hunde. Mit Arbeitsprüfung.. Betreut wird der Boxer durch den Boxer-Klub e.V. Sitz München und dem IBC, beide sind Mitgliedsvereine im VDH

Geschichtliches
Als unmittelbarer Vorfahre des Boxers gilt der Kleine bzw. Brabanter Bullenbeisser. Dieser wurde vornehmlich zur Jagd auf Wildschweine eingesetzt, da er aufgrund seiner Mittelgrösse wendiger war, als sein grösserer Vetter, der Danziger Bullenbeisser. Eines aber hatten beide gemeinsam: sie waren immer einfarbig gelb oder gestromt ohne Weisszeichnung und hatten die verkürzten Schnauzen. Zu jener Zeit entstanden die typischen Merkmale des Bullenbeissers. Durch die fortschreitende Verkürzung des Oberkiefers, entstand der Vorbiss. Nach der französischen Revolution ging die Zucht der Hunde für die Jagd zurück.
 

Als Helfer der Metzger beim Viehtreiben fand der Bullenbeisser eine neue Verwendung, die ihn vor dem Aussterben bewahrte.
 
Sehr selten liess der Besitzer einer Bullenbeisserhündin diese auch von einem Bullenbeisserrüden decken. Durch die Vermischung mit dem importierten englischen Bulldogg, der seinem deutschen Vetter mehr ähnelte, als es heute der Fall ist, nahm er von diesem auch das schwere Gebäude, den kurzen massigen Kopf und die weisse Farbe an. Flemming beschrieb in seinem Buch „Der vollkommene deutsche Jäger“ im 18. Jahrhundert erstmalig die doggenartigen Hunde und die Bullenbeissertypen.
Hälfte des 18. Jahrhunderts begann in Deutschland die Rassezucht. Der Name BOXER taucht erstmalig zwischen 1860 und 1870 auf. Dank der Bemühungen der Herren Höppner, König und Roberth wurden erstmalig 1895 auf einer St. Bernhard-Schau in München in einer Versuchsklasse auch Boxer ausgestellt.
Den 1. Preis erhielt „Mühlbauers’s Flocki“, der auch später als erster Boxer in das Zuchtbuch eingetragen wurde. In diesem Jahr wurde von ihnen auch der BOXER-KLUB mit Sitz in München gegründet.

Auszug - Rassestandard
Der Boxer ist ein mittelgrosser, kurzhaariger, stämmiger Hund mit kurzem, quadratischem Gebäude, starken Knochen und einer plastisch hervortretenden Muskulatur. Die Bewegungen sind lebhaft, voll Kraft und Adel. Er darf weder plump und schwerfällig, noch leibarm oder windig erscheinen.
 
Der Kopf verleiht dem Boxer das Gepräge, er muss in gutem Ebenmass zum Körper sein und darf weder zu leicht noch zu schwer sein, der Fang ist breit und mächtig, das Gebiss kräftig und vorbeissend.
 
Die Schönheit des Kopfes beruht auf dem harmonischen Verhältnis zwischen Fang und Oberkopf, der Fang darf niemals zu klein erscheinen. Ohren und Rute wurden früher kupiert, heute bleiben sie nach dem Gesetz naturbelassen. Der Boxer ist ein nervenstarker Hund mit ausgeglichenem, selbstbewusstem Wesen und mittlerem Temperament. Diese Eigenschaften machen ihn sowohl zu einem in der heutigen Zeit unproblematischen, angenehmen Familienhund als auch zu einem zuverlässigen Begleit-, Schutz- und Arbeitshund.

Grösse: Rüden von 57-63 cm, Hündinnen von 53-59 cm
Gewicht: Rüden (bei etwa 60 cm Widerristhöhe) über 30 kg, Hündinnen (bei etwa 56cm Widerristhöhe) ungefähr 25 kg
Farbe: gelb oder gestromt mit und ohne weisse Abzeichen, schwarze Maske. Gelb kommt in verschiedenen Tönen vor, von hellgelb bis dunkelhirschrot, jedoch sind die in der Mitte liegenden (rotgelb) die schönsten. Die gestromte Varietät hat auf gelben Grund in den obigen Abstufungen dunkle bzw. schwarze, in Richtung der Rippen verlaufende Streifen. Grundfarbe und Streifen müssen sich deutlich voneinander abheben.

Zucht/Gesundheit
Durch die Bemühungen der Züchter wurden die Visionen, die die Rassepioniere bei der Erstellung des Rassestandards hatten, im Laufe der Jahre verwirklicht. Parallel zu der Zucht eines schönen und wesensfesten Boxers sind die Züchter der beiden Boxerklubs im VDH bemüht, gesunde Hunde zu züchten. Dazu werden die Zuchtbestimmungen ständig den neuesten Erkenntnissen der Kynologie angepasst. Die Zuchttiere müssen u.a. erfolgreich eine Zuchttauglichkeits- und Ausdauerprüfung ablegen, in dieser ist eine Wesenüberprüfung enthalten. Desweiteren muss bei der Verpaarung mindestens 1 Elternteil eine Vielseitigkeitsprüfung Stufe 1 erfolgreich absolviert haben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheit: Es darf nur mit Boxern gezüchtet werden, die auf vererbbare Herzkrankheiten, Hüftgelenksdysplasie und Spondylose untersucht sind.
 
Beitrag von Boxer Zwinger : vom Eulenhorst - © 2006