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Akita Inu

Herkunft des Akitas
Der Akita Inu zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt. Das Ursprungsland des Akitas ist Japan
Der Akita Inu ist der japanische "Nationalhund", Zuchtnachweise sind bis ins 15. Jahrhundert zurück zu verfolgen.


Akita InuSkelettfunde lassen ihn noch weiter zurückdatieren. Ähnlich aussehende Hunde muss es in Japan schon vor ca. 5000 Jahren gegeben haben. Der Name Akita ist abgeleitet von der japanischen Präfektur Akita im nördlichen Teil der Insel Honshu. Die Rasse soll dort ihren Ursprung haben. Das dem Akita oft hinzugefügte Inu oder Ken bedeutet nichts anderes als "Hund". In der Epoche der Tokugawa bis zur Epoche der Taisho (1603 - 1925) soll der Akita hauptsächlich Gefährte der Samurai gewesen sein.


1931 wurde der Akita durch Kaiser Hirohito zum Nationalbesitz erklärt. Damit war auch der Export eines Akita nicht mehr erlaubt.
Erst nach 1945 wurde diese Bestimmung nicht mehr eingehalten. Während der Besatzungszeit wurden viele Akita nach Amerika verkauft. Der Akita gilt heute noch in Japan als Sinnbild für unerschütterliche Treue. An der Shibuya Station des Bahnhofes in Tokio steht seit 1948 eine Bronzestatue des Akita "Hachiko", die an die Liebe und Treue dieses Akita zu seinem Herrn erinnern soll. Hachiko war der Akita eines Professors, der an der Universität in Tokio lehrte. Jeden Morgen brachte Hachiko den Professor zum Bahnhof und holte ihn am Nachmittag dort wieder ab. Professor Ueno starb 1925 an einem Herzinfarkt. Hachiko aber ging noch 10 Jahre jeden Morgen und Nachmittag zum Bahnhof um dort auf seinen Herrn zu warten. Am 7.3.1935 fand man Hachiko tot an dem Platz, an dem er so viele Jahre gewartet hat.


Akita Inu welpStandard

Typ:
Der Akita Inu ist ein kräftiger Hund mit viel Substanz.
Die Rüden sollten 67 cm, Hündinnen 61 cm gross sein, eine Abweichung von ±3 cm wird toleriert.
Besondere Merkmale des Akitas sind die kleinen dreieckigen Augen, die kleinen dreieckigen Ohren die aufrecht und leicht nach vorne geneigt getragen werden. Die Rute die hoch angesetzt ist, und fest eingerollt über dem Rücken getragen wird.


Fell:
Das Deckhaar sollte hart und gerade sein, die Unterwolle weich und sehr dicht. Am Widerrist und an der Kruppe ist das Deckhaar etwas länger an der Rute jedoch am längsten.
Ein Akita wechselt in der Regel 2-mal jährlich sein Haarkleid. Wobei man nicht mehr von einer normalen Haarung sprechen kann, sondern von einer regelrechten Mauser. Die Unterwolle wird regelrecht abgestossen und der Hund benötigt in dieser Zeit eine intensivere Fellpflege. Ansonsten ist der Akita bezüglich Fellpflege eher anspruchslos. Ein Vorteil des Akita Fells ist auf jeden Fall seine Geruchsneutralität, egal ob der Hund trocken oder nass ist, das Fell hat so gut wie kein Eigengeruch, richt ein Akita „streng“ hat er sich entweder in etwas gewälzt oder er ist krank.


Wenn beide Elternteile das Langhaar Gen tragen, kann es passieren das in einem Wurf auch Langhaar Welpen fallen, das Deckhaar ist dann länger als gewöhnlich, die Länge variiert jedoch von Hund zu Hund sehr stark. Manche Langhaar Akitas haben nur an den Ohren längeres Fell, andere wiederum haben fast eine Fellstruktur eines Collies. Ausser ihrem längeren Fellkleid, das etwas mehr Pflege benötigt, sind es jedoch ganz normale Akitas. Sollte Ihnen ein Langhaar Akita besonders gut gefallen, achten Sie jedoch darauf das der Kaufpreis geringer als bei einen „normalen“ Akita ist, da Langhaar Akitas nicht zur Zucht zugelassen sind.


Akita InuFarbe:
Beim Akita gibt es 3 Standart Farben, weiss, rot und brindel. Beim roten Akita ist der Oberkörper rot, der Unterkörper weiss, der Fang muss ebenfalls weiss sein. Beim roten Akita gibt es noch die Variante Sesam, dabei sind die Spitzen des Deckhaares über den Rücken schwarz. Beim Brindel gibt es Rot Brindel und Silber Brindel. Der Rot Brindel ist rot schwarz gestromt, Die Farben können stark variieren, von wenig über sehr viel rot von blass rot bis intensiv rot. Der Silber Brindel ist weiss grau gestromt, auch hier können die Farbintensität und Farbverteilung sehr stark variieren.
Bei allen Brindel variiert ebenso der weiss Anteil der Unterseite stark.
Jedoch müssen alle angeführten Farben ausser Weiss „Urachiro” aufweisen (Urachiro = weissliches Haar seitlich am Fang und an den Backen, an der Unterseite des Kiefers, des Halses, der Brust, des Körpers und der Rute und an der Innenseite der Gliedmassen)


Rassetrennung
Der Akita Inu hatte sich im laufe der Zeit vom Typ her in Europa stark geändert, durch den Einfluss aus USA wurde der Akita im gesamten schwerer, es waren dunkle Masken erlaubt und auch gefleckte Tiere wurden zur Zucht verwendet. Im Jahre 2000 wurden in Europa dann diese beiden Typen getrennt, der im japanischen Urtyp stehende Akita bekam den Namen Akita Inu, der vom Typ her etwas schwerere Hund mit dunklem Gesicht bekam den Namen Amerikanischer Akita.


Charakter des Akitas
Betrachtet man den Ursprung und die Verwendung des Akitas in seinem Heimatland, wird sofort klar, dass dieser Hund selbstständig denken und mutig handeln muss! Hat er z.B. einmal die Fährte eines Bären aufgenommen und steht im gegenüber, muss er schnell, selbstständig und mutig reagieren, ohne erst auf ein Kommando seines 2-beinigen Freundes zu warten.


Lassen Sie sich nicht durch seine sonst eher träge und phlegmatische Art täuschen, wenn es sein muss, kann ein Akita von einer Sekunde zur anderen von einer Ente zum Ferrari werden.
Der Akita ist sehr Menschen bezogen und liebt seine Familie über alles, will er jedoch seine Ruhe haben, z.B. wenn Besuch da ist, sollte das auf alle Fälle akzeptiert werden. Es gibt hier natürlich auch Unterschiede, manche bevorzugen die Ruhe, andere können nicht genug Streicheleinheiten bekommen, und wieder andere verhalten sich eher neutral, Sie sollten einfach lernen die Sprache der Hunde besser zu verstehen und auch darauf einzugehen.


Ist man z.B. einen Schäferhund gewohnt, ist ein Akita etwas ganz anderes. Beim Akita hat man immer das Gefühl man lässt einen Film in Zeitlupe laufen.


Positive Eigenschaften: Der Akita ist absolut treu, anhänglich und gehorsam seiner Familie gegenüber. Er ist ruhig, ausgeglichen und mutig und besitzt einen ausgeprägten Schutztrieb.


Negative Eigenschaften: Zum Teil stark ausgeprägter Jagdinstinkt, zum Teil Unverträglichkeit mit anderen unbekannten Hunden, starker eigener Wille.


Akita InuVerwendung des Akitas
In Japan wurde der Akita ursprünglich zur Grosswildjagd (z.B. Bären), zum ziehen der Nomadenzelter oder zum rücken von kleineren Baumstämmen eingesetzt.


Heute wird der Akita hauptsächlich als Familien-, Begleit- und Wachhund gehalten.
Der Akita hat dem Menschen gegenüber eine sehr hohe Reizschwelle und eignet sich nicht zum Schutzdienst, er darf unter keinen Umständen auf den Mann abgerichtet werden. Durch seinen selbstständigen Charakter und sein zum Teil eigenwilliges Handeln wird befürchtet, dass der Akita bei einer Abrichtung am Mann im Zweifelsfall selbst entscheidet ob er angreift oder nicht, das sollte auf alle Fälle vermieden werden!

Es kann auch Dog Dancing, Agility oder Fährtensuche möglich sein, das hängt aber stark vom jeweiligen Temperament des einzelnen Akitas ab. Grundsätzlich sollte man mit einem „Familienhund“ zufrieden sein, will man z.B. auf alle Fälle Agility oder Dog Dancing mit seinem Hund ausführen ist es zu empfehlen sich nach einer anderen eher geeigneten Rasse umzusehen. Da man in der Regel eine Verpflichtung von ca. 10 Jahren eingeht muss die Anschaffung eines Hundes gut überlegt sein.


Erziehung
Die Erziehung des Akitas gestaltet sich nicht immer ganz leicht, gewisse Dinge müssen von Anfang an berücksichtigt werden. Grundsätzlich sollte die Erziehung vom ersten Tag an beginnen. Man darf sich nicht von dem niedlichen Welpen täuschen lassen, ein Akita Welpe ist mit 8-12 Wochen schon sehr eigenständig! Die Erziehung sollte mit sehr viel Ruhe, Geduld, Liebe und Zeit aber auch einer rigorosen Konsequenz angegangen werden. Vielfach werden Akitas als dickköpfig und stur dargestellt, unsere Überzeugung ist, dass diese Hunde einfach zu viel denken, sie führen Befehle nicht willenlos aus sondern hinterfragen vielfach Befehle und Übungen.


Sieht der Akita Inu in einem Befehl oder einer Übung keinen Sinn wird er diesen auch nicht ausführen. Ihre Aufgabe wird es stets sein, den Akita davon zu überzeugen, dass dieser Befehl einen Sinn hat und sei es nur um Ihnen einen Gefallen zu machen. Schlagen Sie einen Akita nie, er wird es ansonsten in kritischen Situationen vorziehen Distanz zu Ihnen einzunehmen, in schwierigen Situationen ist es jedoch durchaus erlaubt den Hund im Genick zu fassen und ihn mit der Stimme zu korrigieren. Lassen Sie aber Ihren Akita auf keinen Fall von fremden Menschen massiv korrigieren, es könnte sein das der Akita das Vertrauen in fremde Menschen verliert und es von da an vorzieht fremden Personen gegenüber abweisend oder sogar aggressiv zu reagieren. Wird der Akita „Korrekt“ erzogen ist er Menschen gegenüber sehr freundlich!!


Akita InuEmpfehlenswert ist es auf jeden Fall sich von Anfang an eine gute Hundeschule zu suchen und schon mit der Welpenspielstunde zu beginnen. Auf dem Hundplatz sollten Sie steht’s in der Nähe Ihres Welpen oder Junghundes sein um sofort eingreifen zu können sollte es nötig werden. Der Akita ist ein sehr selbstsicherer dominanter Hund und Dinge die Sie nicht mögen sollten von Anfang an klar vermittelt werden, sucht sich z. B. der Welpe einen anderen Welpen aus den er unterwerfen will, läuft er diesem Welpen unter Umständen nach um ihn im richtigen Augenblick zu unterwerfen. Hier ist unbedingt Ihre Beobachtungsgabe und Verständnis für die Hundesprache gefragt, diese „Attacke“ muss im Ansatz erstickt werden, dazu muss man nicht grob werden, nur konsequent und eine Spur hartnäckiger und intelligenter als der Akita. Auch sollte unbedingt vermieden werden dass der Akita Welpe von älteren Hunden attackiert wird, der Akita besitzt das buchstäbliche „Elefantengedächnis“ wird er als Welpe schwer angegriffen ist dies gespeichert, sobald der Akita geistig und körperlich ausgereift ist, wird er in Zukunft zuerst angreifen.


Der Akita mit Kindern
Generell ist der Akita ein vorzüglicher Familienhund, Kinder liebt er (hat er keine schlechten Erfahrungen gemacht) sehr. Wie bei allen grossen Hunden sollte aber auch der Akita nicht ohne Aufsicht mit Kindern alleine gelassen werden. Durch seinen hohen Schutzinstinkt kann eine wilde Kinderparty zum Problem werden, er liebt „seine“ Kinder über alles, wird das Spiel zu wild und der Akita kann nicht mehr unterscheiden ob es Spiel oder Ernst ist, wird er „sein“ Kind verteidigen.


Der Akita mit anderen Tieren
Sollten noch andere Tiere den Haushalt mit Ihnen und dem Akita teilen ist es unbedingt zu empfehlen diese anderen Mitbewohner dem Akita vorzustellen. Wir zeigen unseren Akitas generell jedes neu dazukommende Tier. Es wird dem Akita gezeigt, er darf es beschnüffeln und das klare Kommando „das ist pfui“ wird mehrfach wiederholt. Der Akita weiß dann, dass dieses Tier dazugehört. Stellt man die Tiere dem Akita nicht vor kann es passieren dass er versucht in das Gehege einzubrechen, nach einer Bekanntmachung untereinander ist uns dieses Verhalten noch nie aufgefallen! Brechen aber z.B. Kaninchen oder Hühner aus ihrem Gehege aus werden sie mit höchster Wahrscheinlichkeit gefasst was leider vielfach den Tod für das kleinere Tier bedeutet, aber sie werden nie gefressen!


Akita InuDie Problematik mit anderen Hunden
In Japan wurde der Akita hauptsächlich zur Grosswildjagd  benutzt, dafür wurde immer ein Pärchen verwendet. Das heißt es mussten immer nur ein Rüde und eine Hündin zusammen harmonieren. Aus diesem Grund wurde nie auf Gruppenverträglichkeit selektioniert. Generell streut die Vererbung beim Akita in Bezug auf Verträglichkeit mit anderen Hunden sehr, deswegen geht man, trägt man sich mit dem Gedanken eventuell einen Akita anzuschaffen, davon aus, dass der Akita mit ihm unbekannten Hunden nicht verträglich ist. Klappt es dann doch ist es eine positive Überraschung aber nie eine negative!!!!

Als zusätzliche Schwierigkeit in Bezug auf die Verträglichkeit mit anderen Hunde kommt hinzu dass der Akita noch sehr „Wolfsnahe“ ist und seine Sprache (Mimik und Gestik) deutlich mehr Zeichen besitzt als die der anderen Rassen. Deswegen werden viele Warnsignale des Akitas übersehen oder schlichtweg von den anderen Hunden nicht verstanden. Die persönliche Sicherheitszone des Akitas wird trotz Warnung von den anderen Hunden plump durchbrochen, worauf sich der Akita zur Wehr setzt. Diese Mimiken und Gesten des Akitas werden auch von vielen Hundebesitzern nicht verstanden, worauf es dann heißt der Akita sei „aggressiv“!! In unserem Akita Rudel beobachteten wir Signale über eine Distanz von 30 bis 40 Meter worauf ein rangniedrigeres Tier sich deutlich unterworfen hat, für viele sind diese Signale nicht sichtbar, vermutlich sehen wir sehr sehr viele Dinge nicht, und verstehen deshalb die Reaktionen auch nicht.


Bewegung
Da der Akita eine sehr unbekannte Rasse ist, wird er vielfach mit Huskys verwechselt, dadurch wird angenommen, dass der Akita ein sehr hohes Bewegungspotenzial besitzt.
Der Akita ist jedoch im Normalfall ein sehr ausgeglichener und ruhiger Hund, der Bewegungsbedarf ist nicht höher als bei den meisten anderen Rassen auch. Bei Welpen und Junghunden ist jedoch Vorsicht geboten stetiges Treppenlaufen und Gewaltmärsche sollten vermieden werden. Wie bei allen grossen Rassen sollte der Hund in der Wachstumsphase nicht zu stark belastet werden da ansonsten die weichen Knochen schweren Schaden davontragen könnten.


Rüde oder Hündin
Vielfach fällt auch die Frage „Rüde oder Hündin“. Rein körperlich besteht der Unterschied schon einmal darin das der Rüde einiges größer und schwerer ist als die Hündin, man sollte aber generell, egal ob Rüde oder Hündin, in einer guten körperlichen Verfassung sein wenn man sich einen Akita anschaffen will. Rüden sind in der Öffentlichkeit eher Machohaft und provozieren eher vorbeikommende Artgenossen, die Hündinnen reagieren ihren Artgenossen gegenüber eher mit Ignoranz. Kommt es jedoch zu einer massiven Auseinandersetzung zweier Hunde ist es bei 2 Hündinnen dann in der Regel gefährlicher, da kann es dann im Extremfall um Leben und Tod gehen. Aus diesem Grund kann das Mitführen einer kleinen Pfefferspraydose im Ernstfall sicher hilfreich sein. Viel Hundezüchter die das Risiko der Gruppenhaltung eingehen, haben als „Notlösung“ ein Spray im Haus. Es sollte aber unter keinen Umständen bei kleinen Raufereien oder Streitigkeiten sondern nur bei ernsten Auseinandersetzungen Einsatz finden!!!!!!!!! Unsere Erfahrungen sind eigentlich, dass die Rüden ab einem gewissen Alter eher einfacher zu führen sind, sie verhalten sich eher Paschahaft, überlegen vielfach ob es sich überhaupt lohnt aufzustehen, der Jagdinstinkt ist in der Regel beim Rüden weit weniger ausgeprägt und sie sind, wenn sie ausbüchsen wollen eher abrufbar als Hündinnen. Auf Ausstellungen und im Gedränge ist eine Hündin in der Regel aber deutlich einfacher.


Akita InuErnährung
Die Ernährung stellt immer ein heikles Thema dar, fragen Sie 10 verschiedene Personen erhalten Sie 12 verschiedene Meinungen, deshalb wollen wir dieses Thema hier nicht zu stark vertiefen. Grundsätzlich gilt aber, dass der Akita sehr sensibel auf Futterumstellungen reagieren kann. Durch dauernden Futterwechsel können Allergien ausgelöst werden, die später nur sehr schwer in den Griff zu bekommen sind. Am besten Entscheiden Sie sich für eine Fütterungsart, also entweder BARF (Bones And Raw Foods -Knochen und rohe Nahrungsmittel) oder ein Premium Trockenfutter. Haben Sie sich für einen Hersteller entschieden, achten Sie darauf, Ihren Akita bis ca. zu einem Jahr mit Welpenfutter zu füttern und dann auf Erwachsenen Futter umzustellen. Vermeiden Sie dauernden und vor allen Dingen abrupte Futterwechsel ansonsten kann es sehr teuer, zeitaufwendig und vor allen Dingen sehr unangenehm für Ihren Akita werden. Selbst verschiedene Leckerli oder gepresste Kauknochen können eine Allergie auslösen. Belohnungen können sehr gut mit dem „Hauptfutter“ erfolgen, man zieht die Menge die man über den Tag zu Trainingszwecken benötigt, einfach von der Tagesration ab. Als Kauartikel sind natürliche, nicht chemisch behandelte Rohstoffe gut geeignet. Das können z.B. getrocknete Ochsenziemer, Rinderohren oder Rindernasen sein.


Die 2 wichtigsten Krankheiten die jeder Akita–Besitzer kennen sollte
Da diese 2 nachfolgenden Krankheiten sehr selten sind kann es durchaus passieren dass Ihr Tierarzt diese Krankheiten nicht kennt, da aber eine Früherkennung lebensnotwendig sein kann, wäre es von Vorteil wenn jeder Akita Besitzer darüber Bescheid wüsste
Beide Krankheiten sind noch nicht eingehend erforscht, es gibt sicher Zuchtlinien die vermehrt mit den Krankheiten behaftet sind diese Linien sind dann für die weitere Zucht zu meiden.
Aus Erfahrungsberichten geht aber auch hervor das viele Tiere aus unauffälligen Linien entweder durch einen Schock (Unfall, abrupter Futterwechsel) oder durch lang anhaltenden Stress (z.B. Trennung der Besitzer) erkrankten. Beide Krankheiten sind Autoimmunerkrankungen.


Akita InuVogt-Koyanagi-Harada (VKH)
Die Krankheit kann in jedem Alter ausbrechen, meistens beginnt es mit der Ablösung der Netzhaut, was extrem schmerzhaft ist. Das Auge wird trübe tränt und wird größer was durch einen mehrfach erhöhten Augendruck entsteht. Fällt Ihnen auf das Ihr Hund seltsam reagiert z.B. das Leckerchen nicht mehr mit den Augen wahrnimmt sondern über die Nase sucht, sollte man schon die ersten Tests starten. Durch schnelle Handbewegungen vor dem Auge kann die Sehkraft überprüft werden, sind Sie sich nicht sicher suchen Sie lieber sofort einen Tierarzt auf. Sollte Ihr Hund sich auf einmal unruhig oder seltsam verhalten bitte unbedingt die Augen kontrollieren, bei einem akuten Schub kann die sofortige Gabe (innerhalb von Stunden) von Kortison lebensnotwendig sein. Sollte ein Hund an VKH erkranken kann man ihn zwar nicht heilen aber durch die Gabe von Kortison das Leben verlängern und lebenswert gestalten. Weigern Sie sich in einem akuten VKH Fall Kortison zu verabreichen bedeutet dies den sicheren (qualvollen) Tod Ihres Hundes.
Weitere „spätere“ Merkmale der Krankheit können Entzündung an der Nase, Fang und Genitalien sein. Häufig kommt es auch zum Pigmentverlust am Kopf und an den Genitalien.


Sebadenitis (SA)
Diese Krankheit fängt schleichend an, alles beginnt eher harmlos mit trockener, schuppiger Haut, das Fell wird dünner teilweise brechen die Deckhaare ab. Vielfach wird die Rute immer dünner und an den Ohrenrändern bilden sich Krusten, der Hund leidet dann unter starkem Juckreiz.
Die Talgdrüsen können kein Fett mehr produzieren und werden deshalb mit der Zeit zerstört. Wird nun nichts unternommen fällt großflächig das Fell ganz aus die Haut fängt an zu faulen und bricht an mehreren Stellen auf. Für den Hund unendliche Schmerzen so dass er bei leichtem Regen nicht einmal mehr vor die Tür gehen will da jeder Regentropfen unendliche Schmerzen bereitet. Auch hier gibt es leider keine Heilung aber eine Methode die es dem Hund erlaubt ohne Schmerzen und mit einem schönen Fell alt zu werden.

Je früher SA erkannt und behandelt wird desto größer sind die Behandlungserfolge.
Da die Haut nicht mehr in der Lage ist Fett zu produzieren, muss das Fett von außen zugeführt werden. Ein engagierter Akita Besitzer, der leider viel zu früh verstorben ist, hat diese Behandlungsmethode entwickelt. Eigentlich sehr einfach in der Anwendung nur leider mit einem grossen zeitlichen Aufwand verbunden. Der Hund wird am ganzen Körper (außer der Fang und die Augenpartie) mit Öl (Johanniskrautöl oder gutes Olivenöl) einmassiert. Dieses Öl muss nun für 2 Stunden auf dem Hund verbleiben, anschließend 2-mal mit einem nachfettenden Shampoo auswaschen. Diese Behandlung wird zu Anfang alle 2 Wochen später 1 mal im Monat wiederholt.
 

Weitere Infos finden Sie unter: www.sebadenitis.de


Wie kamen wir zum Akita
Wir wohnten damals noch in Miete, mitten in der Stadt, hatten aber schon Pferde und kamen dadurch immer aufs Land, so dass uns das Stadtleben nicht so störte. Eines Tages schleppten wir wieder mal eine Hunde-Zeitschrift nach Hause, und auf dem Titelblatt ein Akita. Da wahr für uns klar, sollten wir jemals ein Haus besitzen, muss der Hund ein Akita sein. Zu jener Zeit, ca. 1992 gab es noch viel weniger Informationen zu diesem tollen Hund aber wir wahren bereits mit dem Virus " Akita" infiziert. Als dann der Traum vom eigenen Haus Gestalt annahm wurde auch die Suche nach einem Akita aktuell, was sich als nicht ganz einfach erwies. Zu guter letzt wurde doch noch ein Rüde gefunden. Damit unser kleiner Akita nicht alleine zu Hause war, hatten wir damals noch eine Schäferhündin aus dem Tierheim geholt. Später wurden es dann immer mehr Akitas, heute sind es 8 :- )


Akita InuFür Wen ist der Akita geeignet
Generell ist der Akita für jedermann geeignet, es hängt aber stark von den Ansprüchen der einzelnen Personen ab, was sie vom Hund erwarten. Allerdings sollte man vom „nordischen Sturkopf“ überzeugt sein, und sich einen lieben Familienhund wünschen. Hegen Sie sportliche Ambitionen, ob Agility, Fährten oder Schutzhund suchen Sie sich bitte eine Rasse aus, die für diese Sportart prädestiniert ist. Es gibt so viele Rassen die dafür besser geeignet sind. Das soll nicht heißen, dass der Akita langweilig oder unsportlich ist, Sie werden sicher einen Akita finden der Agility liebt oder einen anderen der Dog Dancing liebt, nur ist das nicht Rassespezifisch sondern von jedem einzelnen Hund abhängig.
Nur weil man den Akita schön findet und es ihn relativ selten gibt sollte man sich nicht für diese Rasse entscheiden!!!!


Folgende Grundsätze sollte man erfüllen, wenn man mit dem Gedanken spielt sich einen Akita anzuschaffen:
Generell ist man von diesem Hund (egal ob man nur ein Foto gesehen hat, in einem Buch über den Akita gelesen oder ihn mal life gesehen hat) begeistert, es befällt einem wie ein Virus, und der Gedanke diesen Hund zu besitzen lässt einem nicht mehr los.
Man verfügt über sehr viel Selbstbewusstsein, Liebe, Geduld und vor allen Dingen den größeren Dickkopf als der Akita


Es ist eine konsequente Erziehung nötig, sonst macht der Hund bald was er will. Beispiel: darf der Akita nicht aufs Sofa sollte das immer so sein, und nicht, weil Sonntag ist, darf er rauf und dann wieder nicht. Dann hätten Sie bald einen Akita der den Ton angibt, und nicht mehr Sie. Sie können sich damit abfinden, dass Ihr Akita sich nicht unbedingt mit anderen Hunden verträgt und eventuell auf freier Flur nur an der Leine geführt werden kann. (Das muss aber sicher nicht auf jeden Akita zutreffen, aber die Möglichkeit besteht.)
Stimmen für Sie diese Punkte, so ist der Akita Ihr idealer Begleiter und es steht nichts mehr im Wege Besitzer eines Akitas zu werden


Wann besuche ich einen Züchter
Lassen Sie sich Zeit bei der Suche Ihres Welpen, besuchen Sie wenn möglich mehrere Züchter auch wenn dies oftmals mit grossen Distanzen und Zeitaufwand verbunden ist. Besuchen Sie nie einen Züchter der Welpen hat, sondern vereinbaren Sie einen Termin in einer welpenfreien Zeit, denn die meiste Zeit des Hundelebens das Sie mit Ihrem Vierbeiner verbringen wollen haben Sie es mit dem erwachsenen Vertreter zu tun. Außerdem lassen sich viele Leute von den kleinen süßen Wuschelbärchen verzücken und handeln dann eventuell unüberlegt. Durch die in Europa spät durchgeführte Rassetrennung (s.o.) bestehen heute auch immer noch teilweise große Differenzen bezüglich des Akitatyps unter den verschiedenen Züchtern.


Bilder und Beitrag von Akita Inu Zwinger : Ikenohatade - © 2008