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English Setter

English SetterGeschichte
Alle Farbvarianten der Setter stammen höchstwahrscheinlich von einem gemeinsamen Ahnen ab, dem sogenannten Langhaarigen „Vogelhund“, der bereits auf holländischen Gemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu finden ist. Später wurde dieser mit Spaniels und mit französischen und spanischen Vorstehhunden gekreuzt, und so wurde die angeborene Eigenschaft, vor dem Wild zu halten, die bereits aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung bekannt ist, erhalten. Der Name „Setter“ kommt vom englischen „to set“, sich ducken oder setzen. Diese Hunde wurden nämlich für eine Art der Jagd verwendet, in der das Wild in Netze gefangen wurde, wobei die geduckten Jagdhunde ebenfalls unter dem Netz blieben. Später wurden die Setter nur nach Jagdeigenschaften gezüchtet, nicht nach dem Aussehen. Sie wurden vor allem als gute Vorsteher und zum Suchen von Kleinwild (vor Allem Rebhühner und Wachteln) auf groβe Entfernungen verwendet. Zum Apportieren dienten Spaniels und die kräftigeren Retriever.


Die Rasse des Englischen Setters wurde von Reverend Harrison am Ende des 18. Jahrhunderts begründet, mit Farbschlägen und dem Aussehen des Setters beschäftigt sich die Zucht erst ab 1830, und um das heutige elegante und schlanke Aussehen des Englischen Setters haben sich die Züchter Edward Lawerack und Purcell Llewellin verdient gemacht. Der Setter kommt aus Südengland, er ist weiβ mit kleineren oder gröβeren Punkten, Spritzern und Platten der Farben Zitronengelb (lemon belton), Orange (orange belton), Leber (liver belton), Schwarz (blue belton) oder tricolor. Eher als groβe Farbflecken wird ein fein gespritztes Fell auf dem ganzen Körper (belton) bevorzugt. Diese Farbe hat sich bis heute erhalten.


English SetterIn etwa 50 Züchterjahren schuf Edward Laverack (1797 - 1877) den Urtyp des English Setters. Ihm verdankt die Rasse so viel, dass der English Setter eigentlich Laverack-Setter heißen müsste. Aus einer sehr alten Linie erwarb er in den 20iger Jahren des 19. Jhdts. den Rüden Ponto und die Hündin Old Moll, führte die blutsverwandten Tiere zur Paarung und legte somit den Grundstein für den heutigen English Setter. Schon bei den ersten Ausstellungen nach 1860 heimste Edward Laverack mit seinen Hund gleich reihenweise erste Preise ein. Laveracks Setter waren bald über Englands Grenzen hinaus berühmt, und der Züchter verkaufte sie zu horrenden Preisen in die ganze Welt.
 


Beschreibung 
Der English Setter ist der Inbegriff von Anmut und Schönheit, er ist eben “nicht nur ein Hund, sondern ein Setter”.
Der English Setter ist wohl einer der treuesten Gefährten, den der Mensch sich wünschen kann.
Das spiegelt sich schon in dessen sanftem Hundeblick und seinen intelligenten, ausdrucksvollen braunen Augen wieder. Er ist der ideale Familienhund: aufmerksam, leicht zu erziehen, geduldig, freundlich, gutmutig und absolut kinderlieb.
Durch seine hoch erhobene Kopfhaltung wirkt der English Setter stets stolz und elegant, dabei aber niemals arrogant. Anmutig und elegant sind auch seine Bewegungen. Der überaus aktive Hund liebt es, im Freien herum zu tollen und gefordert zu werden. Das Jagen liegt ihm im Blut, deshalb sollte er schon als Welpe konsequent aber liebevoll erzogen werden.
Versäumt man dies, hat man später Schwierigkeiten, den passionierten Jäger zu bändigen. Aber der English Setter ist ein intelligenter und sehr gelehriger Schüler, so dass es nicht schwer fällt, ihm Gehorsam beizubringen.
Er erreicht im Durchschnitt das stolze Alter von 13 Jahren und bringt so um die 25 kg auf die Waage.


English SetterEnglish Setter sind agile, mittelgroße Hunde mit einem intelligenten, aber doch sanften Ausdruck. Das lange, wellige Haarkleid mit der Befederung an den Unterseiten der Läufe und der Rute unterstreicht die elegante Gesamterscheinung. Sie sollen sich sehr frei, ausdauernd und kraftvoll bewegen.


Ursprünglich wurden English Setter für die Jagd gezüchtet und sind bis in die heutige Zeit hervorragende Vorsteh- und Wasserhunde geblieben. Die Gebrauchseigenschaften der Rasse sollen unbedingt erhalten bleiben, so dass für künftige Elterntiere eine jagdliche Arbeitsprüfung erwünscht ist.


Wesen:
English Setter sind aktive, kluge Tiere mit einem ausgeprägten Bewegungs- und Arbeitsdrang. Als Besitzer sollte man dem mit einer jagdlichen Ausbildung Rechnung tragen. Wer das nicht möchte, sollte zumindest für viel Beschäftigung sorgen. Dafür wären zum Beispiel ausgiebige Spaziergänge ohne Leine, Fahrradtraining, Agility oder die Begleithundprüfungen geeignet.


Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von: www.reddeersetters.com - © 2008