Hunderasse » Mudi
Mudi
FCI nr: 238, Gr.1, Sek.1 anerkannte ungarische Hunderasse.
Geschichte Mudi
Die Rasse entstand während des 18. bis 19. Jahrhunderts aus einer Vermischung von ungarischen- und höchstwahrscheinlich von verschiedene deutsche Hütehunden mit Stehohren.
Der Mudi ist ein ungarischer Arbeitshund und wurde dadurch zum Glück nie zum Ausstellungshund. Er hütete und bewachte Tiere jeglicher Art und hielt die Höfe seiner Besitzer von Ratten und Mäusen frei. Da immer wieder Arbeitshunde ohne Ahnentafel eingekreuzt wurden, gibt es auch heute noch starke Typabweichungen.
Der Mudi ist ein enger Verwandter von Pumi und Puli. Er ist der Universalhund der Kleinbauern und Hirten Ungarns. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Unterschiede dieser Rassen nicht so markant wie heute, selbst die Rassebezeichnungen wurden nicht eindeutig gehandhabt. Vermutet wird das dieser Hundetyp aus der Vermischung ungarischer Hütehunde und kleinen deutschen Schäferhunden (Altdeutsche Hütehunde) wie Schäferspitz, Schafpudel oder Pommernspitz entstand, die die im 18. Jahrhundert nach Ungarn eingewanderte Deutschen, die Donauschwaben, mitbrachten. Ein weiterer Verwandter ist der sehr ähnlich aussehenden kroatische Schäferhund, der Hrvatski Ovcar Der Mudi ist ein ungarischer Arbeitshund und wurde dadurch zum Glück nie zum Ausstellungshund. Er hütete und bewachte Tiere jeglicher Art und hielt die Höfe seiner Besitzer von Ratten und Mäusen frei. Da immer wieder Arbeitshunde ohne Ahnentafel eingekreuzt wurden, gibt es auch heute noch starke Typabweichungen.
Beschreibung Mudi
Der Mudi wird bis zu 47 cm groß und 13 kg schwer. Er ist ein schön proportionierter Hund, stehohrig, mit mehr oder weniger stark gewelltem oder gelocktem Haar. Die häufigste Farbe ist schwarz, es kommen aber auch andere Farben vor wie z. B. blue-merle, aschfarben, braun, blond, weiß. Das Fell ist hirtenhundtypisch wetterfest und pflegeleicht.
Kopf und Vorderseite der Gliedmaßen sind von kurzen, geraden und glatten Haaren bedeckt. An den anderen Körperteilen ist die Behaarung einheitlich stark gewellt oder leicht gelockt, dicht, immer glänzend, etwa 3 bis 7 cm lang.
Er teilt sich seiner Umwelt gerne lautstark mit, d.h. er ist wachsam und bellfreudig.
Verwendung Mudi
Das Einsatzgebiet des Mudis ist universell und reicht vom Treiben von Vieh jeder Größe über das Hüten bis zum Bewachen von Haus und Hof. Auch zur Treibjagd auf Wildschwein wurde er eingesetzt. Als Familienhund braucht der Arbeitshund unbedingt Beschäftigung. Er ist sehr gelehrig und eignet sich für alle Hundesportarten und viele andere Aufgaben. Auch als Rettungshund ist er geeignet. Ebenso ist er ein idealer Begleithund für Reiter, da er sehr lauffreudig ist. Unterbeschäftigt neigt er dazu, apathisch oder aggressiv zu werden.
Als Treibhund arbeitet er im Gegensatz zum Border Collie nicht mit dem Blick, sondern treibt das Vieh mit viel Stimme. Er kann sowohl mit schwierigen Rinderherden umgehen als auch mit Schweinen und heute hauptsächlich mit Schafen. Dabei ist er durchsetzungsstark und selbständig, wo es nötig ist, aber auch vorsichtig und behutsam, wenn angebracht. Sein Aufgabengebiet ist vielseitig: Er ist dafür zuständig, die Herde auf den Weideflächen zu halten, er hilft beim Umsetzen, beim Teilen und Aussortieren von Einzeltieren und natürlich beim Treiben.
Der Mudi in Europa und der Welt
Im Karpatenbecken ist der Mudi auf dem Land noch immer ein geschätztes Tier. Vor allem die Hirten der Puszta vertrauen nach wie vor dem mittelgroßen, intelligenten Hund. Außerhalb der unendlich scheinenden ungarischen Tiefebene aber, ist der Mudi ein weitgehend unbekanntes Wesen. Nur vereinzelt existieren Züchter, die sich den ungarischen Hirtenhunden verschrieben haben. Direkt auf die Züchtung des Mudi spezialisiert, gibt es lediglich eine Handvoll. Beispielsweise in Finnland, Deutschland oder der USA.
Für wen sich der Mudi als Haustier eignet
Der Mudi ist ein sehr vielseitiger, nicht anspruchsvoller Hund. Er kann zur Arbeit, zur Fährtensuche, als Begleithund beim Reiten, für den Hundesport, als Wachhund und auch als Rettungshund verwendet werden. Eines ist aber auf Grund seiner Intelligenz Voraussetzung: egal wie der Mudi eingesetzt wird, sein Mensch muss sich mit ihm beschäftigen! Dafür bekommt er ewige Treue.
Haarkleid MudiHAAR: Kopf und Vorderseite der Gliedmassen sind von kurzen, geraden und glatten Haaren bedeckt. An den anderen Körperteilen ist die Behaarung einheitlich stark gewellt oder leicht gelockt, dicht, immer glänzend, etwa 3 bis 7 cm lang. An einzelnen Stellen sind Haarwirbel und Haarleisten ausgebildet. Die Behaarung ist an der Hinterseite des Unterarms und des Oberschenkels am längsten und bildet dort ausgeprägte Federn. FARBE: a) Falb. b) Schwarz c) Blue-merle, d.h. schwarzgesprenkelt, gestreift, gestromt oder gefleckt auf einem dunkleren oder helleren bläulichgrauen Grund. d) Aschfarben. e) Braun. Gering ausgedehnte, weisse Abzeichen werden geduldet, sind jedoch unerwünscht. Ein weisser Brustfleck mit einem Durchmesser unter 5 cm, sowie kleine weisse Abzeichen an den Zehen sind zulässig, aber unerwünscht. f) Weiss.


