Hundesport» Schlittenhundesport

Schlittenhundesport

Der Schlittenhundesport ist in Nord Amerika entstanden. Die Eskimos und Indianer waren lange Zeit (vor allem während des langen Winters) für ihre Beförderung auf Hunde angewiesen. Ein Beispiel einer nützlichen Fahrt, die später umgewandelt wurde zum Wettkampf, ist das sogenannte Seremrace von Anchorage nach Nome in Alaska. In 1925 wurde durch diese Tour das Leben von vielen Menschen gerettet, indem ein Schlittenhundespann das Serum gegen Diphtherie brachte, weil andere Arten von Beförderung nicht möglich waren. Später wurde diese Tour umgewandelt in das bekannte Iditarod Trail Race, das jedes Jahr noch gelaufen wird. Jeder kennt wohl den Walt Disney Zeichentrickfilm „Balto“, der diese Geschichte erzählt.
 
Sledehondenteam
Der Schlittenhundesport
In Europa wurde der Schlittenhundesport am Ende der 60ziger Jahre mit dem Kommen der ersten Schlittenhunde nach Europa eingeführt. In Europa findet der Schlittenhundesport vor allen statt in Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz und Österreich, während, seit Öffnung der Grenzen des ehemaligen Ostblockes, auch in Ländern als Tschechien, Polen, Slowenien und Russland gute Wettkämpfe organisiert werden. Auch die skandinavischen Länder sind nun für Schlittenhundeteams besser zugänglich durch das Wegfallen der strengen Quarantäneregeln. Ungeachtet davon, dass der Schlittenhund nun meistens im Sport eingesetzt wird, ist er in Notsituationen und bei Polarexpeditionen noch immer eines der sichersten Fortbewegungsmittel.

Der Schlittenhundesport in den Niederlanden

Wie jeder Niederländer weiß, fällt hier im Winter wenig bis kein Schnee. Doch sind in den Niederlanden ungefähr 250 Schlittenhundeteams aktiv. Hier wird trainiert mit Karren. Dies sind speziale Karren, die meistens selbst gebaut werden, aber auch im Handel zu erhalten sind. Der einzige Unterschied mit einem Schlitten ist, dass anstatt der sogenannten „runners“, Räder darunter sind und etwas schwerer aber dafür besser lenkbar ist. Am Beginn der Saison werden auch einzelne Karrenwettkämpfe ausgetragen. Dies vor allem um die ‚mushers’ (Lenker) zu zeigen, ob sie mit ihrem Training auf dem guten Wege sind und ob zum Beispiel junge Hunde den Stress gut verkraften können. Von Januar bis einschließlich März sind viele niederländische Teams durch ganz Europa im Schnee zu finden.
Sledehondenteam
 
Der Schlittenhund
Es gibt verschiedene Rassen, die für den Sport geeignet sind:
  • Der Sibirische Husky; dies ist der am meisten verwendete Hund und gehört zu den schnellsten Hunden. Es ist auch die meist benutzte Rasse für den Sport. Sie haben einen lieben Karakter, aber sind als Haustiere nicht echt geeignet.
  • Der Alaska Husky; dies ist ein superschneller Hund und weil in ihm Einflüsse von z.B. Border Collie, Deutsch Drahthaar und Hounds stecken, hört er besser als der Sibirische Husky. Sie sind also besser geeignet, um als Haustier zu halten. Es gibt in den Niederlanden verschiedene Teams, die mit diesen Hunden laufen, aber weil es keine anerkannte Rasse ist, darf man mit ihnen in den Niederlanden aus gesetzlichen Gründen niet laufen. Außerhalb der Niederlande ist es wohl erlaubt.
  • Der Alaskan Malamute; ist ein großer und starker Schlittenhund und wird auch die „Lokomotive des Nordens“ genannt. Es gibt von ihnen weniger und sie haben einen kernigen Karakter. Das Herrchen muss dann auch streng, aber gerecht sein.
  • Der Samojede; der ganz weiße “Alleskönner“. Sie werden als Hirten-, Wach- und Haushunde benutzt, aber sind auch ganz gut für den Schlitten. Sie sind nur weniger schnell.
  • Der Grönlandhund; diesen werden sie in den Niederlanden etwas weniger sehen, aber er ist ein sehr starker und ausdauernder Hund.


  • So gibt es noch ein paar Rassen die benutzt werden. Pass auf: Alle Schlittenhunderassen können schlecht als Haustier gehalten werden! Es sind echte Arbeiter, sie lieben es nicht um den ganzen Tag „vorm Kamin zu liegen“, und sind am liebsten mit mehreren Artgenossen, weil es echte Rudeltiere sind. Es muss mit ihnen also viel gelaufen oder Fahrrad gefahren werden, sonst stecken sie ihre Energie in das Sofa oder in anderes Mobiliar.

    Also, wenn Sie einen solchen Hund halten wollen…
    …erst wägen, dann wagen!!!!!